Job Crafting – berufszufrieden durch Intelligenz

Job Crafting

Job Crafting

Ist die Berufszufriedenheit als wesentlicher Bestandteil einer gehobenen Lebensqualität in Gefahr, dann kann Job Crafting zu einer schlauen Problembeseitigung beitragen. Unter Job Crafting versteht man dabei die Summe aller mehr oder weniger aufwändigen Eigeninitiativen, die den in Schieflage geratenen Zufriedenheitspegel am Arbeitsplatz wieder an wohlig gehobener Position ins Lot bringen. Um sich insoweit im Job mit eigener Kraft am eigenen Schopf aus dem Sumpf der Unzufriedenheit zu ziehen, muss man zwei grundlegende Dinge wissen:

  1. Welche aktuellen Umstände verderben mir momentan den Spaß an der Arbeit und
  2. mit welchen Intelligenzakten kann ich erfolgreich dagegen vorgehen?

Klarer Fall: Job Crafting, rechtzeitig praktiziert, kann sowohl einem gefährlichen Burn Out wirksam vorbeugen als auch ein gesundheitsbedrohliches Stressniveau nachhaltig reduzieren. Darum will der nachfolgende Artikel eine praxisorientierte und alltagstaugliche Hilfe zur Selbsthilfe liefern, die ganz nebenbei auf einer modernen und anerkannten Intelligenztheorie aufbaut. Köpfchen muss man haben!

Job Crafting #1: Die Tatbestände feststellen

Berufsunzufriedenheit hat viele Ursachen. Neben einer als ungerecht niedrig empfundenen Entlohnung (als extern objektivierbare Gegebenheit) wären hier die folgenden vier psychosozialen Faktoren als wesentlichen Aktivposten zu benennen:

  1. Störgefühl mit den Aufgaben, die typischer Weise am Arbeitsplatz verlangt werden und die regelmäßig anfallen.
  2. Störgefühl mit den mehr oder weniger lieben Kollegen, von nervig bis mobbig. Und/Oder mit den Kunden aus der Hölle.
  3. Störgefühl mit dem eigenen persönlichen Verhältnis und mit der Einstellung zum Job.
  4. Störgefühl mit den „technischen Daten“ der Arbeit: Ist der Arbeitsplatz einladend oder abstoßend, passen die Arbeitszeiten zur eigenen inneren Uhr, ist der Weg von und zur Arbeit angenehm oder unangenehm, kann während der Arbeitszeit in ausreichendem Maß für körperliche und mentale Bedürfnisse gesorgt werden?

Es lohnt sich, wenigstens eine Woche lang privat zu protokollieren, zu welchen Zeiten und unter welchen Umständen Arbeitsunlust aufkommt, und welche Situationen den Job in einem attraktiven Licht erstrahlen lassen. So bekommt man eine ganz persönliche Aufstellung über positive Verstärker einerseits und über änderungsbedürftige Job Crafting Baustellen andererseits. Nun gilt es, die Verursacher von Unlust zu entkräften und die Verursacher von Lust zu stärken. Dieses Prinzip darf natürlich bei entsprechender Eloquenz auch auf alle anderen Bereiche des Lebens übertragen werden.

Job Crafting #2: Intelligenz walten lassen

Bei unliebsamen Umständen gibt es drei intelligente Möglichkeiten, mit sich und der (Arbeits)welt wieder ins Reine zu kommen

Das Unangenehme vermeiden und umgehen

Job Crafting Merksatz: Kann ich es ändern?

Wer Tätigkeiten ausüben muss, die weder mit dem eigenen Talent noch mit den persönlichen Neigungen korrespondieren, könnte versuchen, diese Tätigkeiten anderen Kollegen zu übertragen, die das gut und gerne erledigen wollten. Vielleicht kann man ja Aufgaben tauschen, so dass jeder am Ende das zu tun bekommt, was mit Freude getan wird. Möglicher Weise könnte man die ungeliebten Tätigkeiten auch stark reduzieren und dafür im Gegenzug andere Aufgabengebiete übernehmen. Oder einfach die Schichten tauschen. Manchmal hilft schon ein klärendes Gespräch erstaunlich weiter. Einen Versuch ist es jedenfalls wert.

Die innere Einstellung zur Tätigkeit verändern

Job Crafting Merksatz: Kann ich meine Meinung dazu ändern?

Manchmal helfen ein ver-rückter Blick oder eine frische Perspektive, die ungeliebten Jobeigenarten in einem völlig anderen und vielleicht erstaunlich freundlichem Licht zu sehen. Dann entdeckt man unter Umständen einen ganz neuen Sinn in dem, was man tut, und wird dadurch mit der Beschäftigung versöhnt. Dann ändert sich zwar nicht die Arbeitssituation, aber es ändert sich der eigene mentale Zugang dazu. Und hat sich erst einmal ein bis dahin nicht oder nicht genug gewürdigter Sinn gefunden, dann tut man plötzlich gerne, was man tun muss. Dazu muss man „nur“ den richtigen Hebel im Hirn umlegen.

Komplett aus der Situation herausgehen

Job Crafting Merksatz: Wenn gar nichts geht, dann gehe ich selbst.

Die Kollegen bleiben starrköpfig, der Chef bleibt uneinsichtig, die Arbeitsplatzbeschreibung scheint in Stein gemeißelt und man kann sich das ganze Geraffel auch beim besten Willen nicht schönreden? Wenn wirklich gar nichts hilft, dann hilft nur noch eins: Eine neue berufliche Perspektive und/oder einen neuen Arbeitsplatz ansteuern. Tatsächlich ist es ein Zeichen hoher Intelligenz, zu gegebener Zeit einzusehen und zuzugeben, dass Kuhmist nicht poliert werden kann. Anstatt zu diesem Zeitpunkt der Erkenntnis persönlich zu kapitulieren, sollte Platz für den Zauber und die Kraft des Neubeginns das bis dato geplagte Gemüt beflügeln.

Hat dieser Beitrag in Ihnen etwas zum Schwingen gebracht? Dann googeln Sie doch jetzt gleich mal nach „Job Crafting“ und finden Sie selbst heraus, was Sie für Ihr Arbeitsverhältnis Gutes tun können.

– Carina Collany –

 

Das Beitragsbild wurde gestiftet von https://makeameme.org/

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