Mein Cocktail des Tages: Ingwermut

Mein Cocktail des Tages: IngwermutDem Himmel sei Dank! Es ist wieder wärmer, die Tage sind wieder länger und die Sonne peilt mutiger zwischen weißen Schönwetter-Wölkchen durch. Da kommt, jedenfalls bei mir, wie alle Jahre gemeinsam mit dem Frühlingserwachen die Lust auf leichte frische fruchtige Cocktails auf, die auf der Zunge tanzen und den Geist beflügeln. Sollte es Ihnen genau so gehen, dann habe ich hier einen echt scharfen Tipp für Sie. Doch bitte schimpfen Sie nachher nicht mit mir, wenn Sie von dem leckeren Zeug nicht genug bekommen können 😉

Ingwer küsst Wermut

Meine ingwermutige Kreation braucht zwei Zutaten:

Zum einen sollte ein weißer Wermut im Hause sein (Marke ist egal; was Ihnen auch sonst so schmeckt ist perfekt), aber der ziert ja ohnehin jede gepflegte Hausbar, nicht wahr?

Zum anderen ist selbst gemachter Ingwersud nötig. Ob Sie diesen aus frischer fein gehobelter Ingwerwurzel als Heißaufguss herstellen und dann kalt werden lassen, oder ob Sie reines getrocknetes Ingwerpulver aus Ihrem asiatischen Gewürzregal für den selben Zweck hernehmen, spielt keine Rolle. Auch ein Aufguss aus Ingwertee im Teebeutel ist in Ordnung, solange sich in dem Teebeutel nichts weiter außer getrocknetem Ingwer befindet. Sorry, aber da bin ich Puristin 😉

Haben Sie sowohl gut gekühlten weißen Wermut als auch kalten Ingweraufguss zur Hand, dann müssen Sie nur noch die Hochzeit dieser beiden schmackhaften Flüssigkeiten in einem Cocktailglas Ihrer Wahl feiern. Das Mischungsverhältnis richtet sich ausschließlich nach Ihrem Geschmack und nach der Frage, wie viel Umdrehungen der fertige Ingwermut haben soll, und wie viel köstliche Schärfe Sie beim Genießen auf Ihrem Gaumen spüren wollen. Am besten, Sie probieren es einfach aus, wie viel von welchem in Ihr Glas soll. Wenn Sie sich am liebsten in diesen Cocktail reinsetzen würden, haben Sie das optimale Rezept gefunden 😉

Voll verschärft

Die natürliche Süßkraft des Wermut reicht völlig aus, um das geschmackliche Gesamtkunstwerk fruchtig abzurunden, so dass extra Zucker für den wahren Kenner eine verschandelnde Schande wäre. Andererseits wird die exotische Schärfe der Ingwerwurzel von dem ebenso dominanten wie charakteristischen Wermut optimal abgepuffert. So „schärfelt“ der Ingwermut lukullisch frivol auf der anspruchsvollen Zunge, ohne jedoch darauf zu brennen. Alles in allem begründet diese Verbindung aus scharfer Wurzel und bittersüßem Kraut ein Feuerwerk der Sinne – und damit auch einen ziemlich gnadenlosen Suchtfaktor.

Keinen Alkohol, bitte!

Auch kein Problem 😉 dann ersetzen Sie einfach den Wermut aus der Flasche durch einen Aufguss von getrocknetem Wermutkraut, also durch schlichten Wermut-Tee in Apothekenqualität. Jetzt brauchen Sie allerdings etwas zusätzlichen Zucker, da Wermut-Tee von Hause aus gallebitter ist. Auch hier gilt: Die richtige Mischung müssen Sie selbst herausfinden. Wenn Sie das dann geschafft haben, steht nicht nur ein exquisites Mischgetränk vor Ihnen, sondern auch ein wahrer Gesundbrunnen. Denn Wermuttee stärkt den Magen und fördert den gesunden Appetit, während Ingwer mit seiner antibakteriellen Schärfe für ein gediegenes Darmklima sorgt.

So oder so darf ich Ihnen jetzt guten Durst wünschen 🙂

– Carina Collany –

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