Neue Jobs für alte Androids

Neue Jobs für alte AndroidsNichts ist so alt wie das brandneue Smartphone von gestern. Wer gerne die ganze digitale Welt in seiner Hand hält, tut daher gut daran, sich immer beizeiten das aktuellste Android-Smartphone an Land zu ziehen. Allerdings kommt bei so einem stark beschleunigten Produkt-Zyklus bei nachhaltig und ressourcenbewusst denkenden Menschen direkt die Frage auf, was mit dem alten Smartphone passieren soll, sobald das neue Prachtstück unmittelbar vor dem Unboxing steht. Denn eigentlich ist das unverschuldet vorgealterte Möhrchen ja zum hirnlosen Wegschmeißen viel zu schade. Zum Glück für Mensch, Natur und Umwelt gibt es in diesem Spannungsfeld aus überholter Technik und technischen Überholvorgängen zwei tolle Tipps, die aus alten Androids neue Superhelden machen können.

Baby Baby

Hat das alte Android eine integrierte Kamera und einen WLAN-Zugang anzubieten, dann kann es mit der passenden App (beispielsweise Motion Detector Pro) zum zuverlässigen Wächter über Babys seligen Schlummer werden. Scharf geschaltet reagiert es dann auf alle Bewegungen in seinem optischen Einzugsbereich und macht ein Foto von der aktivierten Situation. Das können sich die stolzen Eltern dann per Email schicken lassen und außerdem, falls gewünscht, noch auf einer SD-Card abspeichern.

Natürlich dürfen sich auch grau gewordene Android Smartphones ohne Kamera im Kinderzimmer nützlich machen. Die App Baby Monitor reagiert rein akustisch auf lautstarke Unmutsäußerungen des neuen Erdenbürgers und benachrichtigt die fürsorglichen Eltern per SMS oder per Email über beunruhigend hohe Lärmpegel am Babybettchen.

Cam Watch

Mit der App MobileWebCam kann man sein zum Glück nicht ausrangiertes Android-Smartphone dazu veranlassen, in frei wählbaren regelmäßigen Zeitintervallen ein Bild zu machen. Das mag der Sicherheitsüberwachung der eigenen Wohnung, des geparkten Fahrzeuges oder anderer sensibler oder gefährdeter Bereiche dienen. Wer es hier je lückenloser je lieber hat, wird sich für die App IP Webcam interessieren. Dann werden nämlich Videoaufnahmen hergestellt, die man sich, technische Voraussetzungen vorausgesetzt 😉 sogar in räumlicher Abwesenheit in Echtzeit ansehen kann.

Von wegen zum alten Eisen werfen! Auch alte Smartphones sind eben immer noch smart 🙂

– Carina Collany –

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8 Antworten

  1. Johnny sagt:

    Ich habe mein „altes“ Smartphone als „Überwachungskamera“ an meiner Haustür installiert. Und zwar so, dass bei Bewegungen im Türbereich sofort ein Foto gemacht und mir zugesimst wird. Da hatte ich eines Tages das recht scharfe Bild von einer leicht verpeilten Fledermaus im Flug in meinem Postfach. Echt cool! Ich kann es wirklich nur empfehlen, „alten“ Smartphones ein neues Leben zu geben. Das zahlt sich echt aus!

  2. Tina sagt:

    Toller Tipp! Und gleichzeitig ein derber Schlag in die übersättigte Fresse einer gleichgültig einfältigen Wegwerfgesellschaft …

  3. Daniel sagt:

    Mir kommt da auch eine ganz praktische Idee in den Sinn, die ich durchaus demnächst umsetzen könnte.
    Ich wohne direkt an einer Berufsschule. Nicht irgendeine Schule, sondern jene Schule, die von Schülern besucht wird, die aus Mangel an sozialer Integrität an keiner anderen Schule im Kreis eine Chance hatten. Von diesen Schülern kann man alles erwarten, nur keine Achtung vor anderen Menschen, deren Eigentum oder deren Arbeitskraft beim Wegräumen diverser Hinterlassenschaften.
    Um letztere geht es. Um das Haus, in dem ich wohne, ist zur Grundstücksbegrenzung eine kleine Mauer gezogen (einen halben Meter hoch), die zum gemütlichen Sitzen einlädt. Vor der Mauer der Bürgersteig, dahinter der Vorgarten des Hauses. Beides sieht nach einem Schultag aus, wie eine Müllhalde. Nicht nur Zigarettenkippen oder leere Kaffeebecher türmen sich, auch Essensreste jeglicher Art und sogar benutzte Hygieneartikel der Damen finden sich immer wieder und müssen dann von uns Anwohnern entsorgt werden.
    Das Ordnungsamt der Stadt glaubt durch erhöhte Präsenz etwas bewirken zu können, natürlich kommen die Herrschaften uniformiert daher und die Quote der Ordnungswidrigkeiten, die auf frischer Tat ertappt werden, ist gleich Null. Und nur diese kann man auch zur Anzeige bringen.
    Selbst die Polizei, die Ihre Dienststelle gegenüber des Haupteingangs der Schule hat, kann nichts bewirken. Es sind schon Passanten vor der Dienststelle zusammengeschlagen worden und es gab keine Reaktion. Man muss so einen (und auch weniger schwere Fälle) erst persönlich oder telefonisch melden, dann kann man agieren. Und selbst kann wird nicht in Windeseile zum Tatort gerannt, sondern zum Hinterausgang, um das Dienstfahrzeug zu besteigen. Mit jenem reist man dann die rund 10 Meter zum Tatort an (es dauert aber mindestens eine Minute, bis die Tore des Hochsicherheitstraktes geöffnet sind und das Dienstfahrzeug passieren kann). Da soll sich noch einer wundern, dass man die Polizei nicht mehr ernst nimmt. Wer sich selbst zu so einer geschmacklosen Lachnummer macht…

    Aber es sollte ja eigentlich ums alte Andoid gehen 😉
    Bürgermeister und sonstige Anhänger von Recht und Ordnung in dieser Stadt haben auf Beschwerde betont, dass man die Sündigen auf frischer Tat ertappen muss oder zumindest das ordnungswidrige Verhalten per Bild oder Video nachweisen muss. Letzteres scheint die einzig passable Option zu sein und hier könnte so ein altes Smartphone mit passabler Kamera die Lösung sein. Mein Funknetzwerk reicht durchaus bis auf die Straße zum parkenden Auto, wo das Smartphone untergebracht sein könnte. Möglicherweise eignet sich auch ein Fenster der Nachbarin, das zur Straße zeigt. Ich bin jedenfalls hoch motiviert, hier etwas zu bewirken!

    • Anonymous sagt:

      Das ist ja wohl der absolute Gipfel! Weiß denn die Schulleitung, was diese gar lieblichen Schätzchen 🙁 da tagtäglich so alles treiben?

      • Daniel Deppe sagt:

        Doch doch, die weiß das schon. Ist aber der Meinung, nichts machen zu können. Auch die müssen die Schüler bei der Tat erwischen. Und selbst wenn, dann haben die viel zu viel Angst vor gewaltätigen Übergriffen. Das ist wohl schon gelegentlich vorgekommen, dass der Lehrkörper einen an die Mappe bekommen hat…

  4. CC sagt:

    Hallo Daniel,
    ich wünsche für die anstehende Objektüberwachung maximalen Erfolg. Mögen sich die aussagefähigen Beweismittel recht smart häufen. Es wäre mir eine riesengroße Ehre und eine ebensolche Genugtuung, wenn mein obiger Wunderblog-Beitrag den Anstoß für eine angemessene Maßregelung des asozialen Kroppzeugs geliefert hätte!

  5. Daniel sagt:

    Aus aktuellem Anlass hab ich doch glatt noch eine Anwendung für ein altes Smartphone gefunden. Bei uns im Haus hat es vor einiger Zeit einen Vermieterwechsel gegeben. Unser neuer Vermieter hat einen gewissen Kontrollzwang und kommt tatsächlich aus seinem rund 30 Kilometer entfernten Wohnort mehrmals pro Woche vorbei, um Treppenhaus und Keller zu kontrollieren. Was es da zu kontrollieren geben soll, weiß keiner so recht. Nun ist es so, dass die privaten Kellerräume nicht richtig verschließbar sind, da die alten Vermieter sich um dieses Anliegen nicht geschert haben. Der neue Vermieter hat große Verbesserungen angekündigt – vor Monaten, passiert ist rein gar nichts. Stattdessen gab es böse Briefe mit dem Hinweis, dass diese und jene Dinge im Keller so und so nicht gelagert werden dürften. Es steht also außer Frage, dass der Vermieter selbstverständlich nicht verschlossene Keller inspiziert hat. Nun möchte ich wissen, ob das ein Dauerzustand ist und werde mich daher mal wieder eines alten Smartphones bedienen. Einziges Problem im Augenblick: Mein WLAN reicht nicht bis in den Keller hinein und da muss ich mir noch was einfallen lassen. Aber das klappt auch noch irgendwie! 😉

  6. Hallo Daniel,

    ohne hierfür eine Fachfrau zu sein 😉 möchte ich dazu doch die folgenden Tipps loswerden:

    a) Den Router aufrüsten: WLAN-n oder WLAN-ac statt WLAN-g
    b) Den WLAN Radius durch einen Repeater erweitern
    c) Das WLAN mit einem Powerline-Adapter über das Stromnetz stärker machen

    Ich drücke die Daumen. Möge dem schnüffelnden Vermieter die illegale Lust am unerwünschten Wühlen in fremdem Eigentum gründlich versalzen werden!

    Liebe Grüße!

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