Neue Kuschelkissen aus alten Herrenhemden

Neue Kuschelkissen aus alten HerrenhemdenManche Dinge sind einfach viel zu schade, um sie sorglos wegzuwerfen. Dazu gehören auch schöne Herrenhemden in schicken Farben und aus natürlichen Materialien, derer der Träger im Laufe der Zeit optisch überdrüssig geworden ist. Natürlich kann man diese ausrangierten Schätzchen auch in Second Hand Geschäften in Kommission geben oder an caritative Kleiderkammern verschenken, wenn man sich von den in Ungnade gefallenen Textilien für immer trennen will. Allerdings ist es viel kreativer und auch der trendigen Deko des schöneren Wohnens deutlich zuträglicher, wenn man den aus dem Kleiderschrank verstoßenen Herrenhemden ein neues Leben als behaglich beliebtes Kuschelkissen möglich macht. Das geht auch für Näh-Anfänger ganz leicht, macht einen riesigen Spaß und beschert dem frisch gebackenen Textil-Künstler obendrein jede Menge attraktiver und exklusiver Geschenkideen für gute Freunde. Also: Kleiderschrank ausmisten und fröhlich freizeitlich gestaltend zur Tat schreiten.

Sie brauchen

– Herrenhemden aus angenehmen Naturfasern (Baumwolle, Leinen, Viskose etc.), deren Stoffqualität als robust und halbwegs strapazierfähig beschrieben werden kann, und die Ihnen vom Aussehen her gut gefallen.

– Quadratische Kissen-Inletts; deren Größe richtet sich nach der Größe der Hemden, die Sie „verwandeln“ wollen.

– Farblich passendes Nähgarn; Stecknadeln.

– Eine Nähmaschine wäre enorm hilfreich und würde viel Zeit sparen. Sie können die Arbeit aber auch als reine „Handarbeit“ mit Nadel und Faden leisten.

So wird es gemacht

1) Legen Sie das Herrenhemd auf den Rücken, so dass Sie auf die geschlossene Knopfleiste auf der Vorderseite sehen.

2) Heften Sie mit den Stecknadeln aus der unteren und der oberen Lage des Hemdes eine quadratische Fläche zusammen, die etwa so groß ist, wie Sie Ihr Kissen später haben wollen. Beachten Sie, dass da später das Inlett Ihrer Wahl reinpassen soll. Die geschlossene Knopfleiste soll in der Mitte des abgesteckten Quadrats liegen. Das abgesteckte Quadrat wird später die neue Kissenhülle sein.

3) Jetzt schneiden Sie das zusammengeheftete Quadrat ( = die angehende Kissenhülle) mit einer scharfen Schere aus dem Hemd. Lassen Sie dabei über der Schnittkante genügend Saum stehen, damit Sie später die Kissenhülle nicht auf Kante nähen müssen.

4) Entfernen Sie nun die Stecknadeln und legen Sie die beiden Stoffquadrate auf links übereinander. Jetzt nähen Sie die beiden Stoffquadrate an allen vier Außenkanten gut und haltbar zusammen. ACHTUNG: Was früher am Hemd die Knopfleiste war, wird dadurch automatisch zum zentral gelegenen Kissenverschluss!

5) Drehen Sie den fertig genähten Kissenbezug auf rechts und schieben Sie durch die ehemalige Knopfleiste das Inlett hinein. Schließen Sie die dann Knopfleiste. Fertig ist Ihr neues Kissen!

Nette Extras

>> Übernehmen Sie beim Ausschneiden der künftigen Kissenhülle ruhig die Brusttaschen mit, falls da welche sein sollten. Da können Sie später durchaus Taschentücher reinstecken, oder was Sie sonst noch so an nützlichen Kleinigkeiten in Ihrem Kissen stets zur Hand haben wollen 😉

>> Damenblusen eignen sich grundsätzlich ebenfalls für eine Umwandlung in ein Kissen, wenn Stoff und Farbe stimmen. Allerdings sollten Sie hier ein kritisches Auge auf Abnäher sowie auf den Abstand der Knöpfe auf der Knopfleiste haben. Denn Abnäher verzerren die quadratische Form, und zu weit voneinander entfernte Knöpfe lassen den Kissenverschluss zu durchlässig werden.

>> Wenn Sie mal eine zünftige Gartenparty steigen lassen wollen, können viele Ihrer neuen Kissen die ansonsten doch eher gesäßunfreundliche Bierzeltgarnitur witzig und komfortabel aufmöbeln.

>> Selbst genähte „Hemdenkissen“ sind immer ein originelles und individuelles Geschenk für liebe Menschen 🙂

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Nachmachen!

– Carina Collany –
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