Schätzelein, Du schnarchst!

Schätzelein, Du schnarchst!Leidgeprüfte Bettgenossen wissen es längst: Frauen können mindestens ebenso laut, ausgiebig und unerbittlich schnarchen wie Männer. Und schnarchende Frauen sind leider kein Einzelfall. Wie die Forschung jetzt festgestellt haben will, holzen etwa 25% aller Schläferinnen im Lebensalter zwischen 30 und 40 Jahren sowie knapp die Hälfte aller „Golden Girls“ jenseits der 60 jede Nacht mit ohrenbetäubender Regelmäßigkeit die Reste des Regenwaldes ab. Sollten auch Sie zu den nächtlichen Ruhestörerinnen gehören (oder mit einer solchen das Nachtlager teilen), dann könnten die folgenden Tipps vielleicht wieder die ersehnte erholsame Ruhe ins Schlafgemach bringen.

➡ Nasenflügel ausbreiten

Das häufig vorkommende Nasenflügel-Ansaug-Phänomen kann die Ursache dafür sein, dass Nasenflügel und Nasenscheidewand des Nächtens den außerplanmäßigen Schulterschluss üben, wodurch die Nasenlöcher verschlossen werden und die Luftzufuhr dementsprechend unterbunden ist. Und schon geht das Geschnarche los. In diesem Fall kann man sich mit einem Nasenpflaster behelfen, welches, außen auf die Nase aufgeklebt, die Nasenflügel erst nach oben zieht und dann in dieser atmungsfreundlichen Position stabilisiert. Wer allerdings eine dauerhafte Par Force Lösung im Rahmen eines minimal invasiven chirurgischen Eingriffs der allnächtlichen Nasenbepflasterung vorzieht, der kann sich einen stabilen Nasenerweiterer (aus Titan oder Chirurgenstahl) direkt in die Nase einpflanzen lassen.

➡ Auf der Seite schlafen

Der Schlaf in Rückenlage begünstigt das Schnarchen, weil in dieser Position die entspannt erdwärts sinkenden Zunge und Unterkiefer mehr Platz im Rachenraum für sich beanspruchen, wodurch weniger Raum für ein leichtes Atmen bleibt. Falls dies die Wurzel alles nachtschnarchenden Übels sein sollte, wäre das Problem mit dem Schlaf in Seitenlage schnell und elegant zu lösen. Wer es einrichten kann, sollte dabei bevorzugt auf der rechten Körperseite einschlummern, da in dieser Lage das Herz oben liegt und beim Schlagen nicht gegen intern beengende Druckverhältnisse anpochen muss.

➡ Genussgifte reduzieren

Das Gläschen in Ehren trägt wesentlich zur Muskelentspannung bei, weshalb sich viele Mädels vor dem zu Bett gehen gerne noch einen Schlummertrunk mit Umdrehungen genehmigen. Leider macht dabei die wohltuend entspannende Wirkung auch vor den Muskeln im Rachenraum nicht Halt. Mit einem leichten Schwips machen diese Muskelgruppen erst schlapp und dann den Rachenraum halbwegs dicht. Hat die Frau dann auch noch eine letzte Zigarette auf der Bettkante gepafft, dann könnten die Schadstoffe im Glimmstengel zusätzlich die Schleimhäute im Rachen gereizt und zum Anschwellen veranlasst haben. Das sind insgesamt die besten Voraussetzungen für eine mehr als geräuschvolle Nacht-Schnarchschicht. Deshalb gilt: Mit Null Promille und Null Nikotin ins Bett, dann wird der Nachtschlaf leise und nett 🙂

➡ Auf Medikamenten-Nebenwirkungen schauen

Zahlreiche Arzneimittel setzen die Muskelspannung wahlweise absichtsvoll (z.B. krampflösende Mittel gegen Regelschmerzen) oder als Nebenwirkung (z.B. Antiallergika oder Hustenblocker) deutlich runter. Das kann parallel auch zum unerwünschten Abschlaffen von Gaumensegel & Co. und damit zur nächtlichen Ruhestörung führen. Falls Sie also mehr oder weniger regelmäßig irgendwelche Medikamente einnehmen (müssen), sollten Sie sich beim Arzt oder Apotheker erkundigen, ob Ihre Pillen ein Schnarchen auf den nächtlichen Plan rufen könnten.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn es nachts im Bett mal laut wird 😎 aber das Nerv tötende Schnarchen des schönen Geschlechts ist damit definitiv nicht gemeint :mrgreen:

– Carina Collany –

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