Kunden, die man killen möchte

Kunden, die man killen möchteEs ist schon wahr, dass Deutschland in weiten Teilen von einer Servicewüste bedeckt wird. Allerdings haben es jene fleißigen Leute, die ihre Produkte, ihre Dienstleistungen oder ihre Beratungen professionell und seriös anbieten, mit der königlichen Kundschaft auch nicht immer leicht. Tatsächlich gibt es sogar recht viele Kunden, die mit ihrer, na, sagen wir mal, Bildungsferne und Beratungsresistenz 😛 jeden Auftragnehmer erst auf die Palme und dann in die Geschlossene zu bringen vermögen. So findet sich auf der Landkarte von Angebot und Nachfrage, gleich neben der Servicewüste, jener grauenhafte Abgrund, der Kunden aus der Hölle aufsteigen lässt.

Dem Webdesigner und Werbefachmann Florian Bredl gebührt das Verdienst, in Sachen HöllenKunden eine Sammlung der groteskesten Situationen aus einem sehr realen Absurdistan zusammengetragen zu haben. Wenn man liest, was Kunden im Brustton der Überzeugung und im Wissen um die Druckwirkung ihrer Brieftasche so alles von sich geben, dann treibt es einem schon die Tränen in die Augen. Ob dies dann allerdings Lachtränen oder Tränen der Verzweiflung sind, wird wohl vom Naturell des Lesers abhängen.

Aus Florian Bredls Buch Kunden aus der Hölle (Piper Verlag, ISBN-13: 978-3492273039) möchte ich nachfolgend eine dort geschilderte Situation wörtlich zitieren, die mich persönlich unmittelbar aus dem Sattel geschossen hat, weil ich genau so etwas auch schon selbst erleben musste:

Kunde: „Wie lange dauert der Download denn noch?
Ich: „Das ist unterschiedlich. Bei wie viel Prozent steht denn der Ladebalken gerade?“
Kunde: „Bei 30 Prozent – bei wie viel ist er denn fertig?“

Natürlich können einem, neben intellektuell stark geforderten Kunden, auch die lieben Kollegen ganz gehörig auf den Zeiger gehen. Darum hat Florian Bredl auch diese Spezies nicht verschont, sondern mit fachkundigem Augenmaß aufs Korn genommen.

Sie können Florian Bredls Buch kaufen, und sich bei der Lektüre desselben schlapp lachen – falls Sie sich nicht gerade irgendwo auf der peinlichen Seite des Dialogs selbst wieder erkennen 😉

Sie können aber auch geradewegs zu den Webseiten

Kunden aus der Hölle | Dein Kunde hat immer recht.

oder

Kollegen aus der Hölle. | Dein Kollege hat immer zwei mal mehr wie du.

rüberklicken. Und wenn Sie dann nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Wunderwelt der Wattehirne wahlweise wimmernd oder wiehernd am Boden liegen, dann haben die internetten Plattformen von Herrn Bredl ihren Zweck bestens erfüllt 😎

– Milla Münchhausen –

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2 Antworten

  1. Anonymous sagt:

    Es ist so bitter grausam wahr, was der Autor da gesammelt hat!

    Ich bin freier Fotograf und kann aus meinem Alltag nur bestätigen, dass viele meiner Kunden ganz genau so übel sind, wenn nicht noch schlimmer. Echt die Hölle!

    Tut irgendwie gut, zu wissen, dass man da als gedemütigter Hnadlanger mit seinem Brast auf Horror-Kunden nicht alleine dasteht 😉

  2. Charles X. sagt:

    Ich bin im Marketing-Bereich tätig, und ich sage nur: Dieses gloriose Buch hätte von mir sein können. Every goddamn bloody page! Ehrlich gesagt beneide ich Herrn Bredl, dass er diese absolut brillante Idee vor mir hatte 😉

    Ich werde wohl langsam alt 😉

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