Was kostet der Schlaf?

schlafWer schläft, sündigt nicht. So sagt man jedenfalls. Doch was ist mit der gigantischen Geldverschwendung, die jeder rechtschaffene Nachtschlaf mit sich bringt? Denken Sie etwa, dass Sie, sobald Sie die Augen schließen und traumverloren an der Matratze horchen, keinen Tachometer mehr am Laufen haben? Weit gefehlt! Denn beim seligen Schnarchen verballern Sie jede Menge Kohle, die Ihnen beim ersten Scheppern des Weckers bereits in der Brieftasche fehlt.

Wie jetzt, das glauben Sie mir nicht? Na, dann passen Sie mal gut auf. Und das mir jetzt hier keiner mit offenen Augen wegknackt 😉

#1 Die Schlaf-Hardware

Um ins Bett zu gehen, müssen Sie erst mal eins haben. Und das hat natürlich selbst im günstigsten Möbelhaus auch eine Kleinigkeit gekostet. Dazu kommt noch der Kaufwert von Matratze und Lattenrost, der Preis für das erweiterte Bettzeug (Bettlaken, Dampfsperre/Pissbremse, Kissen, Steppbett & Bezüge) sowie (kann auch teuer werden) die Nachtwäsche. Des weiteren schlagen hier noch die allfälligen rhythmischen Reinigungskosten/Erneuerungskosten regelmäßig zu Buche. Auch Mist machendes Kleinvieh muss sich erst mal “im Schlaf” amortisieren.

#2 Das erweiterte Schlafumfeld

Während Sie des Nächtens den Schlaf des Gerechten schlafen, laufen Ihre laufenden Kosten laufend weiter. Als da wären: Miete, Mietnebenkosten, Strom (huhu StandByGeräte), Gas, Wasser, Kanalgebühren, Garagenstellplatz, Wertverlust des PKW, sämtliche Versicherungen, Steuerforderungen von der staatlichen Finanzamtsmafia, Kredite, was auch immer. Sie kennen den Text. Schlafend sparen geht eben gar nicht 😉

#3 Die spirituelle Komponente

Wer schläft, verpasst sein unendlich kostbares, weil natürlich begrenztes Wachleben. Klar kann man versuchen, das individuelle Schlafbedürfnis auf die eine oder andre Weise zu begrenzen. Doch so ganz ohne Schlaf wird man irgendwann total verrückt, und das ist ja auch keine wünschenswerte Option. So oder so muss man dem Ruhebedürfnis seines Körpers den nötigen Tribut zollen. Und den bezahlt man in der harten Währung des temporären Realitätsverlustes.

Fazit

Wenn Sie kein genmanipulierter oder stereotaktisch veränderter Elitesoldat aus den X-Files sind, dann werden Sie Ihren Schlaf brauchen. Aber den werden Sie sich leisten können müssen 😎

– Carina Collany –

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11 Antworten

  1. Milla sagt:

    Werte Kollegin,

    Du hast wieder mal was Wichtiges vergessen, nämlich die Kosten, die durch das Schlafbedürfnis selbst entstehen können: Schlaftabletten, Einschlaf-Getränke wie Bier, Melissenschnaps oder beruhigende Tees, Schlafhilfen wie Kräuterkissen, Wärmflaschen oder ätherische Öle für die Duftlampe, nächtelanges TV-Glotzen, wenn man trotz allem keinen Schlaf findet, oder die Stromkosten für das nächtliche Leselämpchen, weil ja bekanntlich die Mimi nie ohne Krimi ins Bett geht. Ohne Krimi tuts die Mimi leider nicht, und dann brennt die ganze Nach das Licht. Gell? Hat auch schon Bill Ramsey ein populäres Lied davon zu singen gewusst:

    http://www.youtube.com/watch?v=eQzTIQHXhjs

    Schlafen ist teuer. Nicht einschlafen können aber auch. Ist also alles gehupst wie gehobelt, und Geld kostet es so oder so. Und übrigens heißt es da wohl auch nicht Tachometer, sondern eher Taxameter, ne?

    Ausgeschlafene Grüße von Milla, der Nachteule 😉

  2. Malte sagt:

    Also da fange ich doch gleich mal das Sparen an und schmeiße den Wecker in die Mülltonne. Zwar schlagen noch die Anschaffungskosten und die Müllgebühren zu Gute, nur ist der schon eh buchalterisch abgeschrieben. Wenn ich dann verschlafen sollte, dann spare ich noch zusätzlich Benzikosten für die Fahrt zur Arbeit. Mensch, ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel Einsparungspotential habe. Danke für die Anregung.

    • Carina sagt:

      Hallo Malte,
      es freut mich, zu lesen, dass meine sparsamen Betrachtungen auf solch fruchtbaren Boden gefallen sind. Darum setze ich hier gleich noch einen drauf: Wer endlich mal genug Schlaf bekommt, weil der Wecker endlich weg ist 😉 bleibt, auf die Lebensdauer gesehen, länger fit, gesund und leistungsfähig. Das spart jede Menge teure Gänge zum Arzt und erhöht die Lebensqualität spürbar. Letzteres kann man mit Geld gar nicht aufwiegen 😉

  3. Emi sagt:

    Schlafen scheint ja wirklich kostbarer zu sein als ich gedacht hätte 😉 Und wenn man gut schlafen möchte, um am nächsten Tag die Kosten der Nacht durch produktives Arbeiten wieder zu decken, sollte man auch nicht zu knausrig sein was eine gute Matratze und Bettdecke angeht. Dann fang ich mal schön an fürs Schlafen zu sparen.

    • Carina sagt:

      In den eigenen Schlaf investieren, damit sich die horrenden Kosten desselben schneller amortisieren können – das hört sich für mich jedenfalls deutlich vernünftiger an, als an der Börse mit Schweinebäuchen, gefriergetrocknetem Orangensaft oder Tulpenzwiebeln zu spekulieren 😉

  4. Genau wie Emi finde ich, dass Schlafen unsagbar kostbar ist, denn ohne eine gesunden und ausgeglichenen Schlaf ist man auch nicht leistungsfähig auf der Arbeit. Mann sollte also unbedingt in die “Hardware” investieren, wie ich finde 😉 das Geld holt man dann schnell wieder rein, denn gute und fitte Mitarbeiter sind Firmen sehr viel lieber und werden eher befördert als verschlafene, müde Mitarbeiter 🙂 Ich find also Schlaf ist eine sinnvolle Investition 😉

  5. Carina Collany sagt:

    Der immense Wert eines ungestörten Schlafes ist jetzt erneut noch höher zu veranschlagen, wie die Wissenschaft jüngst belegt hat:

    Müllabfuhr des Gehirns im Schlaf effektiver
    Von Cornelia Dick-Pfaff

    http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Muellabfuhr_des_Gehirns_im_Schlaf_effektiver1771015589354.html

  6. Carina Collany sagt:

    Inzwischen hat es sich sogar belegen lassen, dass chronischer Schlafmangel substanzielle Schäden am Gehirn bewirken könnte:

    Schlafmangel zerstört Hirnzellen
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17350-2014-03-21.html

  7. Thorsten sagt:

    Alles eine Sache der Prioritäten. “Ich gönne mir erholsamen Schlaf, weil ich es mir Wert bin.”, das sollte das neue Mantra werden und nicht “OMG, was ich alles verpasse!”. Und Träume sind doch auch etwas Schönes – Einhörner, Schafe und entspannt schweben. Unendliche Traumweiten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

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