Das erste eigene Foto

Heutzutage werden mit allüberall massenhaft gegenwärtigen Smartphones unendlich viele Fotos geschossen, die dann anschießend das Netz füllen. Doch bis zu unserer heutigen digitalen Bilder-Sintflut war es ein langer und streckenweise auch silberchemischer Weg. Die Älteren 😉 werden sich vielleicht noch an die Zeit erinnern, in der für eine Fotokamera und nicht etwa für ein Telefon 😛 ein richtiger echter Film gekauft und ganz real „in echt“ in den Apparat eingelegt werden musste. Dann wurden mit dem Fotoapparat Fotos gemacht, die anschließend, wenn der Film voll war, in einem Fotolabor entwickelt und abgezogen werden mussten. Ein ebenso zeit- wie kostenintensiver Vorgang, der durchaus nicht immer von dem gewünschten künstlerischen oder dokumentarischen Erfolg gekrönt war, und den sich moderne Handy-Menschen kaum noch, wenn überhaupt, vergegenwärtigen können.

Daher richtet sich meine Frage des Tages heute ausschließlich an jene Leserinnen und Leser, die das Fotografieren als zutatenreiches und aufwändiges Hobby noch persönlich selbst erlebt haben:

Können Sie sich noch an das erste eigene Foto erinnern, dass Sie selbst geschossen haben?

  • Welches Motiv hatten Sie damals gewählt?
  • Mit welchem Fotoapparat waren Sie damals unterwegs?
  • Welche persönlichen „Randnotizen“ verbinden sich mit Ihrem ersten eigenen Foto?

Als aussagekräftiges und authentisches Beispiel für die Beantwortung dieser individuell biographischen Fragen möge die folgende kurze Schilderung dienen, die ich (selbstverständlich mit eingeholter Erlaubnis) zur Illustration verwenden darf.

Im Mai des Jahres 1991 habe ich zusammen mit meinen Eltern einen Ausflug nach Unter-Stromberg gemacht. Ich hatte zu diesem Anlass einen Fotoapparat dabei, den bereits meine Urgroßmutter in Besitz hatte, und den mir meine Großmutter aus dem Nachlass freundlich überlassen hatte. Dieser Fotoapparat arbeitete mit Filmkassetten (Abbildung ähnlich), die für das Herstellen quadratischer Bilder konzipiert waren. Das Familien-Erbstück war zwar schon recht betagt, aber technisch noch absolut einwandfrei und voll funktionsfähig. Nachdem ich mich an den etwas schwergängigen Auslöser gewöhnt hatte, konnte der Spaß losgehen. Und dann entstand mein erstes eigenes Foto, auf der die Kirche zu Unter-Stromberg im Frühling zu sehen ist.

Kirche zu Unter-Stromberg

Kirche zu Unter-Stromberg

Na? Werden bei solchen Schilderungen auch bei Ihnen freundliche Erinnerungen wach? Dann fühlen Sie sich bitte herzlich eingeladen, ausgiebig in selbigen zu schwelgen 🙂

– Carina Collany –

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