Getränke aus Plastikflaschen – ein Genuss mit Reue?

Getränke aus Plastikflaschen - ein Genuss mit Reue?Flaschen aus Glas wiegen schwer im Einkaufskorb und sind leider auch recht zerbrechlich. Da ist es kein Wunder, wenn der Verbraucher sein Wasser und auch schon mal sein Bierchen in „unkaputtbaren“ und federleichten Plastikflaschen mit nach Hause nimmt. Plastikflaschen sind zwar bei Tisch nicht ganz so stilecht wie Glasflaschen, aber dafür sind sie in allen Belangen der täglichen Haushaltsarbeiten immens praktisch und unkompliziert. Und so haben Plastikflaschen längst ihren Siegeszug in fast alle gute Stuben gehalten – mit höchst fatalen Konsequenzen, wie wir heute wissen:

Mikroplastik in Mineralwasser und Bier nachgewiesen
Alle untersuchten Wasser- und Biersorten sind mit winzigen Plastikfasern verunreinigt
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17624-2014-06-02.html

Der NDR hat mal wieder wichtige Aufklärungsarbeit im Sinne eines aktiven Verbraucherschutzes betrieben. Jede Menge Mineralwässer und diverse Biersorten, wie sie in zahlreichen Supermärkten in Plastikflaschen zum Kauf angeboten werden, wurden von Lebensmittelchemikern unter die Lupe genommen. Und siehe da (ich zitiere):

Die Forscher fanden in allen Mineralwässern und Biersorten Mikroplastik. Die Spitzenwerte lagen bei Mineralwasser bei 7,3 Fasern pro Liter, bei Bier bei 78,8 Plastikfasern pro Liter. Wahrscheinlich stammen diese Fasern aus Funktionskleidung aus Fleece-Material, so die Vermutung der Experten: Die Plastikfasern gelangen beim Waschen über das Abwasser in die Umwelt und verteilen sich dort. Über das aus Fluss- und Grundwasser gezapfte Trinkwasser gelangen sie dann auch in die Getränke.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, aber ich finde das ziemlich beunruhigend. Ich mag nämlich kein Plastik in meinem Körper anreichern; das kann ganz einfach nicht gesund sein. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, mein Wasser nur noch „ab Glas“ zu mir zu nehmen. Das schmeckt nicht nur besser, das sieht auch irgendwie schöner aus. Und das Auge trinkt ja auch mit 😉

– Carina Collany –

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6 Antworten

  1. Pit sagt:

    Wenn, wie es in dem Artikel heißt, das Mikroplastik über das Trinkwasser eingetragen wird, dann muss ja das Trinkwasser selbst schon mit diesem Mikro-Müll verseucht sein. Und mit dem Trinkwasser natürlich auch das Grundwasser. Man hat also letzten Endes gar keine Chance mehr, dieser schleichenden Vergiftung zu entgehen. Selbst dann nicht, wenn man pures „Kraneberger“ aus einer Glaskaraffe trinkt, oder das Sprudelwasser nur noch in Glasflaschen kauft. Ganz offensichtlich kann man dem MikroMüll nicht mehr entgehen. Man kann sich nur bemühen, aktive Schadensbegrenzung zu betreiben. Damit wird auch das lebensnotwendige Wasser, auf das kein Mensch verzichten kann, zu einer tickenden Zeitbombe für die Gesundheit. Wirklich lecker 🙁

  2. Sascha sagt:

    Habe gelesen die Plastikflaschen geben mit der Zeit Weichmacher ab.Soll die Zeugungsfähigkeit stopen.Ist doch super,so stopen wir die masslose Vermehrung weltweit.Leider sind ja nur 7% der Männer sterilisiert.Das „starke“ Geschlecht hat Angst vor diesem kleinen Eingriff!Darum Getränke in Petflaschen:Stopt Sperma.

  3. Andrea sagt:

    Also hier in Essen hat das Trinkwasser eine super Qualität. Das ist nachgewiesen. Ich fülle mir immer welches in einen schönen Glaskrug und trinke daraus nach Herzenslust. Dann habe ich keine Plastikflaschen und auch nicht das Rumgeschleppe mit den schweren Glasflaschen 🙂 das kann ich wirklich nur weiterempfehlen. Eine Freundin von mir hat sich hübsche Glasflaschen besorgt, wo sie das Leitungswasser drin abfüllt und dann in den Kühlschrank stellen kann. Das wäre nichts für mich, weil ich kein kaltes Wasser trinken mag, aber grundsätzlich finde ich die Idee super. Kostet kaum was, schont die Umwelt und die eigene Gesundheit. Was will man mehr?

  1. 5. Juli 2019

    […] mundet ein frisches Wasser aus einem appetitlichen Glas schon irgendwie besser als aus einer Plastikflasche. Das bestreitet niemand. Doch schmeckt diese ästhetische Genusskomponente auch der Umwelt? Fakt […]

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