Öffentlich rechtliche Fernsehbeiträge ganz privat

Warum werden öffentlich rechtliche Fernsehbeiträge immer öfter an Vollpfosten befestigt?Mega-Aufreger öffentlich rechtliche Fernsehbeiträge: Es ist eine grobe Unsitte, die bei den “Privaten” ihren Anfang nahm: Da wird irgend eine Chart-Show angekündigt, die einen vom Thema her durchaus interessieren würde, und man schaltet sie ein. Doch statt dem Zuschauer den Blick auf die nett aufbereiteten Top 10 von Was-auch-immer frei zu geben, halten dämliche Epsilon-Promis, die für eine halbe TV-Minute die Niagara-Fälle auf einem Bindfaden überqueren würden, ihre medial abgehalfterten Fressen in die Kamera, und labern einem mit ihren schwachsinnigen wichtigtuerischen Pseudo-Kommentaren die Birne matschig. Echt zum Abschalten!

Nun könnte man über diese nervtötende Technik, mit einem Sack voller billigst zu buchender Hackfressen eine ansonsten intellektuell nur wenig fordernde Sendung preiswert zu garnieren, im Verhaltensrepertoire privater Fernsehsender noch gnädig hinwegsehen. Was ich persönlich auch tue, da ich für diesen Mist ja immerhin auch nichts bezahlen muss. Wenn es jedoch über diese räuberische Wegelagerer-Bande namens GEZ durch öffentlich rechtliche Fernsehbeiträge an meinen Geldbeutel geht, da erwarte ich dann doch eine gehobene Programmqualität, die keine spontanen Mordgelüste in mir aufkommen lässt. Doch was machen diese schamlosen Gebühreneintreiber, anstatt mich auf kultiviertem Niveau gut zu unterhalten?

Öffentlich rechtliche Fernsehbeiträge: Die kopieren kackdreist die Privaten und verlangen meine Knete dafür!

Ein Beispiel? Aber gerne! Na ja, nicht gerne, aber leider kein Einzelfall 🙁

Am Sonntag, 7. Juli 2013, lief im von mir ansonsten sehr wertgeschätzten NDR um 23.00 eine als Dokumentation angekündigte Sendung mit dem Titel “Die schönsten Werbeklassiker“. Meine Programmzeitschrift stellte mir dazu (ich zitiere) “Erinnerungen an Werbung der 60er bis 80er Jahre wie das ‘HB Männchen’ oder ‘Klementine’” in Aussicht. Also ganz genau mein Ding in puncto öffentlich rechtliche Fernsehbeiträge. Als ich mich in vorfreudiger Erregung vor dem Fernseher niederlasse, werde ich darüber aufgeklärt, dass diese Sendung in Form einer Hitliste aufgemacht ist. Sofort beschleicht mich eine ungute Vorahnung. Und tatsächlich: Während das, was ich eigentlich sehen und hören wollte, im Hintergrund stumm vorbei flimmert, halten jede Menge grauenhaft anzusehender Zombies und andere mediengeile Grenzdemente ihre jeweiligen Maulaffen feil. Dazu lassen diese herzlich unerwünschten Randerscheinungen zusätzlich ein reichlich themenfernes Geblubber hören, das lediglich der eigenen stumpfsinnigen Beweihräucherung dient. Grauenhaft! Das konnten auch die beiden einzigen echten Werbefachleute, die sich wohl eher zufällig in diese gruselige Hirnspender-Truppe verirrt hatten, nicht mehr wieder gut machen.

Ich habe mich über diese gequirlte Scheiße wirklich ziemlich kräftig geärgert. Wenn ich sehen will, wie die Hauptdarsteller in der Geisterbahn lautbegleitete Mundbewegungen üben, dann lasse ich mich privat berieseln. Da weiß ich wenigstens, was mich erwartet, und was ich zu erwarten habe. Klarer Deal. Doch wenn ich für meine saftigen Fernsehgebühren, die ich zu zahlen gezwungen (!!!) werde, ganz genau die gleiche Parade von dümmliche Worte seibernden Romika-Gesichtern via öffentlich rechtliche Fernsehbeiträgeabnehmen muss, dann gehe ich auf die Hinterbeine.

Sie nicht auch?

– Milla Münchhausen –

Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren …

3 Antworten

  1. Johnny sagt:

    Ich hab die Sendung auch gesehen – Hölle! Was interessiert es mich, ob sich die Untoten noch an eine Werbung aus einem ihrer früheren Leben erinnern können? Und besonders ätzend auch das pflichtschuldige Moralgeschrei um den Sarotti-Mohr. Ja lieber Himmel! Es ist halt nun mal der Sarotti-Mohr! Ich möchte wetten, dass er als “Stark pigmentierter Schokoladenbotschafter mit Migrationshintergrund” niemals seinen auch heute noch andauernden Kultstatus erreicht hätte …

  2. Martha sagt:

    Ich kann mich dem nur anschließen. Da hocken mediengeile Gestalten, die zum Zeitpunkt der gezeigten Werbungen noch nicht mal geplant waren, und nerven mit ihren freien Assoziationen zu Dingen, von denen sie keinen blassen Schimmer haben. Hier müsste definitiv gelten:

    Wenn man keine Ahnung hat – Einfach mal die Fresse halten

    Ich war da jedenfalls sehr enttäuscht vom NDR. Ein Sitzplatz in der ersten Reihe geht auf jeden Fall anders 🙁

  3. Marina sagt:

    Wenn ich mir bloß vorstelle, dass diese Dummbeutel auch noch Geld, und zwar MEIN GELD, dafür kriegen, dass die mir da ihre völlig unmaßgebliche Meinung höchst unerwünscht aufzwängen, da könnte ich wirklich … zum Dexter werden 👿

    Wenn es nach einer der dort leider zu Wort gelassenen Atomwissenschaftlerinnen gegangen wäre, dann würde Helmut Kohl schon seit langen nicht mehr unter uns weilen. Und für diese Art ranziges Hirnschmalz zahle ich Fernsehgebühren!!! Nicht zu fassen!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Anti-Spam durch WP-SpamShield

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Internetseiten der deppe solutions verwenden Cookies. Cookies sind Textdateien, welche über einen Internetbrowser auf einem Computersystem abgelegt und gespeichert werden. Zahlreiche Internetseiten und Server verwenden Cookies. Viele Cookies enthalten eine sogenannte Cookie-ID. Eine Cookie-ID ist eine eindeutige Kennung des Cookies. Sie besteht aus einer Zeichenfolge, durch welche Internetseiten und Server dem konkreten Internetbrowser zugeordnet werden können, in dem das Cookie gespeichert wurde. Dies ermöglicht es den besuchten Internetseiten und Servern, den individuellen Browser der betroffenen Person von anderen Internetbrowsern, die andere Cookies enthalten, zu unterscheiden. Ein bestimmter Internetbrowser kann über die eindeutige Cookie-ID wiedererkannt und identifiziert werden. Durch den Einsatz von Cookies kann die deppe solutions den Nutzern dieser Internetseite nutzerfreundlichere Services bereitstellen, die ohne die Cookie-Setzung nicht möglich wären. Mittels eines Cookies können die Informationen und Angebote auf unserer Internetseite im Sinne des Benutzers optimiert werden. Cookies ermöglichen uns, wie bereits erwähnt, die Benutzer unserer Internetseite wiederzuerkennen. Zweck dieser Wiedererkennung ist es, den Nutzern die Verwendung unserer Internetseite zu erleichtern. Der Benutzer einer Internetseite, die Cookies verwendet, muss beispielsweise nicht bei jedem Besuch der Internetseite erneut seine Zugangsdaten eingeben, weil dies von der Internetseite und dem auf dem Computersystem des Benutzers abgelegten Cookie übernommen wird. Ein weiteres Beispiel ist das Cookie eines Warenkorbes im Online-Shop. Der Online-Shop merkt sich die Artikel, die ein Kunde in den virtuellen Warenkorb gelegt hat, über ein Cookie. Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Ferner können bereits gesetzte Cookies jederzeit über einen Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden. Dies ist in allen gängigen Internetbrowsern möglich. Deaktiviert die betroffene Person die Setzung von Cookies in dem genutzten Internetbrowser, sind unter Umständen nicht alle Funktionen unserer Internetseite vollumfänglich nutzbar.

Schließen