Testimonials – Diese Promis sind käuflich

Werbung soll ja angeblich umso besser sein, je bekannter und prominenter und überzeugender die eingesetzten Werbefiguren sind. Den Gipfel an Gesichtswirksamkeit erzielt man dann wohl mit der so genannten

Testimonialwerbung

unter Mitwirkung von Leuten, die man aus Film, Funk und Fernsehen kennt. Ein extrem geläufiges Beispiel für diese Form der Werbung wäre so etwas wie das hier:

Fluege.de TV-Spot mit Reiner Calmund

Wenn ein Prominenter etwas sagt, dann muss es ja wohl stimmen, nicht wahr? Dieser Glaubenssatz macht Testimonialwerbung in den Marketingabteilungen so beliebt. Doch mal ganz ehrlich: Was bleibt von der Glaubwürdigkeit eines werbenden Promis noch übrig, wenn man ganz genau weiß, dass der (oder die) für ein angemessen großzügiges Honorar jeden -pardon- Scheiß in die Kamera blubbern würde? Ganz genau. Da sinkt die gefühlte Glaubwürdigkeit des im Licht der Öffentlichkeit agierenden Edel-Komparsen von jetzt auf gleich Richtung Nullpunkt. Darum sollte es dem mündigen Verbraucher sehr wichtig sein, die tatsächliche Authentizität des Werbegesichtes richtig einschätzen und entsprechend bewerten zu können. Aber wie soll man das anstellen? Na, ganz einfach: Man klappert einfach mal online die einschlägigen

Vermittlungsagenturen für Testimonials

ab und lässt sich von dem, was man da so findet, überraschen. Wollen Sie mal sehen, was da so alles, und vor allem, wer da so alles zum werblichen Vorschein kommt? Fein! Denn ich hab da schon mal was für Sie vorbereitet 😛

Auch einen Knopp kann man kaufen

Auf der außerordentlich interessanten Webseite von NorisMediaManagement gibt es eine Unterseite mit dem Titel Testimonials. Dort werden Promis aufgelistet, die, so ist des Begriffs Bedeutung, dazu bereit sind, für Geld und vor laufender Kamera alles Mögliche zu bezeugen. Einen lieben guten alten Bekannten erkennen wir da sofort wieder: Rainer Calmund, der billigste aller Flieger 😉 und wen sehen wir da noch auf der Liste der nicht so wirklich Unbestechlichen? Da sehen wir … ein historischer Moment, bitte einen Trommelwirbel … keinen Geringeren als Prof. Dr. Guido Knopp! Hoppala! Was macht der denn da? Scheinbar ist es wirklich so, dass Geld nicht stinkt 😛

Hätten Sie das gedacht, dass dieser öffentlich rechtliche Hitlerversteher sein weis(s)es Haupt für Werbung hergibt? Und nun, da Sie es wissen: Was sagen Sie dazu? Wahrscheinlich sind Sie darüber genau so erstaunt, wie ich es war. Bei mir hat es allerdings, das muss ich ganz ehrlich eingestehen, nicht unbedingt zu einer gesteigerten Wertschätzung des Herrn Knopp beigetragen 🙄

Testimonialwerbung darf natürlich machen, wer will. Doch ob das satte Honorar in jedem Fall den unvermeidlichen Gesichtsverlust wert ist, der dadurch entsteht, dass man öffentlich als schnöde käuflich dasteht? Da habe ich so meine Zweifel.

– Milla Münchhausen –

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