Vorsicht mit Kichererbsen!

Vorsicht mit Kichererbsen!

Vorsicht mit Kichererbsen!

Falafel ist so saumäßig lecker, dass man es echt öfter genießen möchte. Gerne auch mal als selbst gemachten Brotaufstrich. Was man dazu braucht, sind Kichererbsen und das Gewürz der Wahl. Doch bitte äußerste Vorsicht: Die Kichererbsen, die man in gut sortierten türkischen Supermärkten kaufen kann, könnten dem Gebiss grausam schaden. Und warum? Wegen der auch bei sorgfältigster industrieller Vorfilterung nicht immer sicher zu vermeidenden kleinen Steine, die mit im gekauften Gebinde gelandet sein könnten!

Was kann man machen?

Kichererbsen kauft man meist in größeren Packungen. Natürlich geben sich die Hersteller alle erdenkliche Mühe, Steinchen oder andere Verunreinigungen sorgfältig aus den Kichererbsen rauszufiltern. Dennoch kann es nie ausgeschlossen werden, dass es doch mal ein steinharter Fremdkörper mit in den Beutel packt. Und wenn man da nachher herzhaft drauf beißt, und sich damit eine Füllung, eine Krone oder gar einen bis dahin unbescholtenen Zahn ruiniert, dann ist es wahrhaftig kein Trost, das so etwas eigentlich nicht hätte passieren können dürfen. Darum ist es immer schlauer, zahngesund vorzubeugen.

Schritt 1: Eingangskontrolle

Bitte nie einfach nur die Kichererbsen aus dem Beutel in den Kochtopf schütten. Immer nur in kleinen Portionen, die die eigene optische Kontrolle passieren müssen. Wer ein scharfes Auge (und keine Lust auf die zahnärztliche Notaufnahme) hat, wird hier sehr schnell kleine Steine ausfindig machen und befriedigt aussortieren.

Schritt 2: Kochausgang

Sind die Kichererbsen gekocht, sollten sie mit einem Seih-Löffel in kleinen überschaubaren Portionen aus dem Kochtopf gehoben werden. Weil die durchgekochten Erbsen jetzt schon recht weich sind, klackern sie nicht mehr am Metall – im Gegensatz zu irgendwelchen Steinen, die die optische Eingangskontrolle überlistet haben könnten. So lässt sich in einem zweiten Durchgang mit geschärftem Ohr und wachem Auge das erwünschte Erbsenmaterial vom unerwünschtem steinigem Beifang trennen.

Schritt 3: Pürieren

Auch wenn es den Messersatz im Pürierstab nicht freuen wird – alles, was jetzt noch felsenhart an der weichen Falafel-Masse geklebt hat, verrät sich nun am Ende doch noch mit lautem Geklacker. Aufmerken, einsammeln und eliminieren!

Warum ich Euch das alles so haarklein erzähle? Weil ich keinen Bock auf Zahnarzt habe, um es mal seeeeeeeehr konservativ auszudrücken 😉

Passt bitte immer sehr gut auf, wo Ihr drauf beißt! Es könnte deutlich härter sein, als Euch lieb sein würde!

– Milla Münchhausen –

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Eine Antwort

  1. Monika sagt:

    Dieses steinige Problem gibt es übrigens nicht nur bei Kichererbsen, sondern bei allen getrockneten abgepackten Hülsenfrüchten, also Bohnen, Linsen usw. Neulich habe ich sogar einen kleinen Stein in einer Packung Tellerlinsen von Müllers Mühle gefunden 😮 und sogar in den Kaffeebohnen war neulich ein Stein. Da hat es in meiner Kaffeemühle ziemlich grausam geschrebbelt 😡 und in jedem Glas Kirschen, das ich bisher verbraucht habe, war auch immer mindestens noch ein Kirschkern irgendwo drin, Die sind auch verdammt hart, wenn man da ahnungslos daufbeißt 😥

    Ich kann mich der Milla also nur anschließen. Leute, passt auf, was Ihr Euch in den Mund tut. Denn überall da, wo ein Stein sein könnte, wird auch einer sein. Murphys Gesetz …

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