3D-Beamer – Hervorragendes fürs Heimkino

3D-Beamer: Hervorragendes fürs Heimkino

3D-Beamer: Hervorragendes fürs Heimkino

Derzeit sehen wir ein großes Kinosterben. Das liegt nicht daran, dass keine sehenswerten Filme mehr produziert werden. Vielmehr ist es dem Umstand geschuldet, dass immer mehr Heimkino-Enthusiasten lieber zu Hause entspannt zu Popcorn und Nachos greifen, anstatt sich in einem Kinopalast für saftige Eintrittspreise über Sitzriesen, Handyabschaltvergesser und dreckige Toiletten zu ärgern.

Natürlich ist die Kinobranche bestrebt, durch Features, die man zu Hause nicht erleben kann, einen Besuch im Cineasten-Palast doch wieder attraktiv (und vor allem unumgänglich) zu machen. Dazu zählte auch die Wiederentdeckung und technisch aufwändige Runderneuerung des 3D-Films. Doch kaum haben „Avatar“ & Co. sämtliche Besucherrekorde gebrochen und alle Filmfans gebannt in die Sitze genagelt, da grüßt auch schon die Heimkino-Branche mit dem verblüffend räumlichen Genuss. 3D-Beamer fürs filmverrückte Wohnzimmer sind dieser Tage die Antwort der Homing-Bewegung auf den „Aufbruch nach Pandora“. Doch lohnt sich die Anschaffung eines 3D-Beamers heute schon? Zu dieser Frage gehen die Meinungen durchaus ziemlich auseinander. Meine Meinung übrigens auch.

Als nicht mehr so ganz taufrische Brillenschlange hatte ich unlängst die dankenswerte Möglichkeit, mir bei einem passionierten befreundeten Heimkinobetreiber selbst ein Bild von der plastischen Projektion zu machen. Und, ich gebe es ehrlich zu, ich war enorm beeindruckt. Direkt vor (und auf) meiner Nase, zum Greifen nah, tanzten Schmetterlinge und Blütenblätter, und mit Kraft geführte Schwerter drohten sich direkt neben meiner Stirn in den Kinosessel zu bohren. So weit, so visuell verblüffend. Doch der Kehrseiten des Kinovergnügens gab es leider auch etwelche, die ich nun benennen will und muss:

– Die zum speziellen 3D-Beamer notwendigen Shutter-Brillen sind im Moment noch schweineteuer. Und ohne Shutterbrille gibt es kein stereoskopisch erweitertes Super-Sehen. Wenn man also mal liebe Gäste zum räumlichen Kinogucken hat, geht die Sache sofort tierisch ins Geld.

– 3D-Beamer mit Polbrillenprinzip würden die Beschaffung der notwendigen Filmbrillen natürlich drastisch verbilligen. Bedenkt man aber, dass 3D-Pol-Beamer für zu Hause derzeit noch einen satt fünfstelligen Anschaffungswiderstand überwinden müssen, dann geht die Rechnung auch nicht mehr glatt auf.

– OK, Schluss mit dem Mangeldenken … mal angenommen, Geld spielt keine Rolle. Dann ist allerdings immer noch zu berücksichtigen, dass sowohl die Shutter-Brillen als auch die Pol-Brillen Unmengen an Lichtleistung verschlucken. Man muss den Film also gleißend hell fahren, damit durch das ganze Brillengedöne noch genug Photonen an der Netzhaut anlanden können. Und wenn das Licht bei Brillenträgern (so wie bei mir) gleich durch zwei vorgeschaltete „Sehhilfen“ durch muss, und die Augen als solche auch nicht mehr so dolle sind, dann sieht es sehr schnell ziemlich finster aus.

Mein Fazit: 3D „at Home“ ist eine faszinierende Erfahrung … falls man das dazu notwendige Kleingeld locker lächelnd in die Hand nehmen kann. Ich würde jedenfalls noch so lange warten, bis 4D-Beamer auf den Markt kommen, und man sich dann empfehlenswerte 3D-Beamer als „Auslaufmodelle“ vom Sonderangebots-Tisch fitschen kann.

Äääähhhm *hüstel* … 4D???

Oh ja, es gibt sie, die vierte Dimension! Das ist nichts anderes als die Zeit! Und das eine glaubt mir: Wenn ein Beamer jemals in der Lage wäre, mich beim Filme gucken auf eine kontrollierte Zeitreise meiner Wahl zu schicken – dann würde ich das Teil ganz bestimmt schon irgendwie finanziert ans Laufen kriegen!

– Carina Collany –

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Eine Antwort

  1. Thomas sagt:

    Hab gestern abend „Prometheus“ von Ridley Scott in 3D geschaut. Einfach nur der Hammer!

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