Aus noch ungeklärter Ursache – wer soll das glauben?

Aus noch ungeklärter Ursache

Aus noch ungeklärter Ursache

Man liest es täglich in den Polizeiberichten landauf und landab: aus noch ungeklärter Ursache ist ein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal und ungebremst mit einem entgegen kommenden Fahrzeug zusammengeprallt. Bei diesem Unfall gab es mehrere Tote und Verletzte.

Aus noch ungeklärter Ursache – soooo ungeklärt ist die Ursache nicht!

Man muss sich als aktiv am Straßenverkehr Beteiligter doch einfach nur mal umschauen. Dann sieht man überall und zu jeder Zeit jede Menge rücksichtsloser und intelligenzferner Psychopathen, die unbedingt beim Autofahren auf ihrem Smartphone rumklimpern müssen. Statt die verblödeten Augen auf die Fahrbahn und auf das umgebende Verkehrsgeschehen zu richten, wird pausenlos auf das Display geglotzt. Wenn man an der Ampel eine dringend herbeigesehnte Grünphase verpasst, weil der Vollpfosten vor einem sich gerade mal wieder Katzenvideos reinzieht, mag der Schaden noch in Grenzen bleiben. Doch wenn so ein komplett hirnbefreiter Armleuchter in voller Fahrt und voll handyblind in den Gegenverkehr rauscht und selbst davon nichts mitkriegt, dann hat die entgegen kommende Mutter mit ihren Kindern im Kleinwagen keine Chance mehr. Aus noch ungeklärter Ursache wird dann eine unschuldige Familie in Sekundenbruchteilen ausgelöscht.

Aus noch ungeklärter Ursache – leider zu wenige Darwin Awards

Wenn sich diese Arschgeigen aus noch ungeklärter Ursache mit einem Aufprall auf einen Brückenpfeiler selbst ins Jenseits befördern, bevor sie anderen Menschen schaden können, dann möge ihnen der verdiente Darwin Award von Herzen gegönnt sein. Doch leider ist das nur viel zu selten der Fall. Tatsächlich gefährden und terrorisieren diese smartphonebesoffenen Schwachköpfe ihre gesamte Umgebung. Es ist inzwischen wahrscheinlich schon jedem guten Autofahrer mal passiert, dass er auf einer Landstraße oder auch im Stadtverkehr ein entgegen kommendes Fahrzeug auf seine eigene Fahrspur rüberziehen sah. Wenn dann lautes Hupen mit Ton und Licht den Großhirnkastraten wieder zu Bewusstsein und damit noch rechtzeitig auf die eigene Fahrspur zurück bringt, hat man als Beinaheverkehrsopfer gerade noch mal Schwein gehabt. Doch wenn die entgegen kommende mentale Minimalkonfiguration eine Reaktion wie ein Amboss im Fall hat, dann kracht es unausweichlich. Gegen solche Unfälle aus noch ungeklärter Ursache hilft auch die vorausschauendste und defensivste Fahrweise leider gar nichts. Schon gar nicht der Mutter, die mit ihren Kindern in ihrem Smart von einem IQ-Abstinenzler mit dem sportlich schnell daherbrausenden SUV frontal auf die Hörner genommen wird.

Aus noch ungeklärter Ursache – warum wird hier nicht härter durchgegriffen?

Klar, Telefonieren beim Autofahren ohne Freisprechanlage ist verboten. Na und? Stört dieses Verbot etwa all diese Klappspaten mit all ihren Klapptelefonen? Nein, es stört sie absolut gar nicht. Und warum nicht? Weil aus noch ungeklärter Ursache a) das Telefonieren hinter dem Lenkrad kaum je polizeilich geahndet wird und weil b) die paar Euro Bußgeld und der eine lausige Punkt in Flensburg den geistigen Pygmäen sowieso komplett wumpe sind. Wenn bei all diesen Schwachmaten sofort Smartphone, Führerschein und Fahrzeug eingezogen und auch einbehalten würden, dann fühlte sich die Strafe für das Telefonieren am Steuer schon wesentlich schmerzhafter an. Möglicherweise würde es sich dann das eine oder andere Hohlbrot doch verkneifen. beim Fahren aus noch ungeklärter Ursache am Smartphone rumzufummeln. Jeder gute Autofahrer, dessen Leib und Leben durch so eine Form der Strafe verschont bliebe, wäre dieses drastische Strafmaß wert.

– Milla Münchhausen –

Beitragsbild: Per Lööv

Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. Smartphone am Steuer ist saudumm sagt:

    “Studien aus Österreich legen sogar nahe, dass Ablenkung bei jedem dritten tödlichen Unfall eine Rolle spielt. Die Polizei in NRW hatte sich bereits im vergangenen September mit mehr als 500 Kontrollstellen und 1600 Polizisten an einer bundesweiten Kontrollaktion beteiligt. Dabei waren 1700 Auto- und Radfahrer erwischt worden.”

    Quelle: https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/handy-am-steuer-polizei-kontrolliert-am-mittwoch-gezielt-id217109577.html

    Es ist skandalös, dass bislang die “Unfallursache Smartphone” nicht als offizielle Unfallursache in die Akten aufgenommen wird. Wie blind und blöd kann Politik eigentlich sein? Jeder, der beim Autofahren auf seinem Handy rumklimpert, sollte eine drakonische Strafe zu fürchten haben. So ein Fehlverhalten ist einfach viel zu gefährlich, um als “naja macht ja jeder was solls” durchgehen zu dürfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Anti-Spam durch WP-SpamShield

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Internetseiten der deppe solutions verwenden Cookies. Cookies sind Textdateien, welche über einen Internetbrowser auf einem Computersystem abgelegt und gespeichert werden. Zahlreiche Internetseiten und Server verwenden Cookies. Viele Cookies enthalten eine sogenannte Cookie-ID. Eine Cookie-ID ist eine eindeutige Kennung des Cookies. Sie besteht aus einer Zeichenfolge, durch welche Internetseiten und Server dem konkreten Internetbrowser zugeordnet werden können, in dem das Cookie gespeichert wurde. Dies ermöglicht es den besuchten Internetseiten und Servern, den individuellen Browser der betroffenen Person von anderen Internetbrowsern, die andere Cookies enthalten, zu unterscheiden. Ein bestimmter Internetbrowser kann über die eindeutige Cookie-ID wiedererkannt und identifiziert werden. Durch den Einsatz von Cookies kann die deppe solutions den Nutzern dieser Internetseite nutzerfreundlichere Services bereitstellen, die ohne die Cookie-Setzung nicht möglich wären. Mittels eines Cookies können die Informationen und Angebote auf unserer Internetseite im Sinne des Benutzers optimiert werden. Cookies ermöglichen uns, wie bereits erwähnt, die Benutzer unserer Internetseite wiederzuerkennen. Zweck dieser Wiedererkennung ist es, den Nutzern die Verwendung unserer Internetseite zu erleichtern. Der Benutzer einer Internetseite, die Cookies verwendet, muss beispielsweise nicht bei jedem Besuch der Internetseite erneut seine Zugangsdaten eingeben, weil dies von der Internetseite und dem auf dem Computersystem des Benutzers abgelegten Cookie übernommen wird. Ein weiteres Beispiel ist das Cookie eines Warenkorbes im Online-Shop. Der Online-Shop merkt sich die Artikel, die ein Kunde in den virtuellen Warenkorb gelegt hat, über ein Cookie. Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Ferner können bereits gesetzte Cookies jederzeit über einen Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden. Dies ist in allen gängigen Internetbrowsern möglich. Deaktiviert die betroffene Person die Setzung von Cookies in dem genutzten Internetbrowser, sind unter Umständen nicht alle Funktionen unserer Internetseite vollumfänglich nutzbar.

Schließen