Drei Fragen zum Thema Papst

papst1) Wenn der Papst der Stellvertreter Gottes auf Erden ist – warum wird er dann von menschlichen Kardinälen ausgewählt, statt von Gott selbst? Immerhin hat Gott schon mehrfach unter biblischen Beweis gestellt, dass er sehr wohl selbst dazu in der Lage ist, sich ganz gezielt und unmissverständlich bestimmte Menschen als seine Werkzeuge auszuwählen, wenn er den passenden Moment für gekommen hält.

2) Zum bisherigen Procedere: Ob ein Papst gewählt wurde oder nicht, ist, rein statistisch gesehen, eine mathematische Situation mit einem einzigen Freiheitsgrad. Da würde es für die Information des Publikums absolut genügen, nur eine Sorte Rauch aufsteigen zu lassen; und zwar exakt dann, wenn die Entscheidung gefallen ist. Wozu also die wenig zielführende „Fehlanzeige“ durch den Kamin jagen, die darüber hinaus auch noch in ihrer farblichen Deutung recht fehlerträchtig dahergeweht kommen kann? Rauch, ja oder nein – neuer Papst, ja oder nein. Das wäre doch viel einfacher und auch viel deutlicher.

3) Wenn der Glaube vor Gott alle Menschen gleich sein lässt – warum ist es dann so furchtbar wichtig, aus welchem Land oder von welchem Teil der Erde der Papst kommt? Oder welche Hautfarbe er hat? Oder welches Geschlecht? Oder welches Lebensalter? Warum muss es dann überhaupt ein Kardinal sein? Womit wir irgendwie wieder bei der ersten Frage angekommen wären …

– Milla Münchhausen –

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4 Antworten

  1. NN sagt:

    Zeigt nicht eigentlich schon die Tatsache, dass ein Papst überhaupt zurücktreten kann, dass er nicht von höheren, sondern von irdischen Mächten installiert wurde?

  2. Karl sagt:

    Man hält sich dort im Stadtstaat ja gern sehr bedeckt und unbeobachtet. Und wenn es an Wählen des neuen Chefs der Katholiken geht, dann lässt man sich oder ließ man sich zumindest früher (ich muss gestehen, ich weiß nicht, ob es noch so ist) einmauern. Ich möchte gar nicht wissen, was man hinter diesen mehr als verschlossenen Türen für berauschende und sinneserweiternde Mittelchen verwendet oder Praktiken durchgeführt hat, um am Ende vielleicht wirklich zu glauben, man stünde mit dem Allmächtigen in Kontakt und er würde da letztlich auch die Kreuze auf die heiligen Wahlzettel schmieren.
    Die Theorie mit den berauschenden Substanzen würde im Übrigen auch durch das ständige Gequalme von dem ollen Bollerofen gestützt. So kann man sich doch prima der Spuren vom Rausch entledigen.
    Zu klären wäre aber immer noch, wie sich ein (meist extrem betagter Mann) überhautp derart vermessen verhalten kann und sich selbst als von Gott gewähltes Etwas präsentiert. Das muss schon ein Drogencocktail der Extraklasse sein. Vor allem, weil er meist mehrere Jahre durchgehend funktioniert. Oder hilft man dem Glauben mit glühenden Stricknadeln durch die Nase auf die Sprünge?

    • NN sagt:

      Wenn man Herrn Udo Pollmer glauben darf (und ich persönlich habe einen unerschütterlichen Glauben in diesen mutigen Wissenschaftler und beherzten Ketzer 😉 ), dann war und ist Weihrauch die Droge der Wahl. Ich zitiere nachfolgend wörtlich aus

      Opium fürs Volk
      Natürliche Drogen in unserem Essen

      Von Fock, Andrea; Muth, Jutta; Niehaus, Monika; Pollmer, Udo; Hrsg.: Udo Pollmer

      Dort steht auf Seite 167 zu lesen:

      „Weihrauch ist ein klassisches Psychopharmakon. Aufmerksam geworden auch durch immer wieder beobachtete Suchtfälle, entdeckte man noch ein kleines Geheimnis. Beim Verbrennen des Harzes entsteht Tetrahydrocannabinol (THC). Und das ist der Hauptwirkstoff von Haschisch. Die Analyse, die massenspektrometrisch abgesichert wurde, erbrachte bis zu 17 Prozent THC im Rauch.“

      Dazu dann noch etwas Messwein, und die Wahlparty kann steigen 😯

  3. Rolf Merz sagt:

    Andere Fragen ,wieso werden die Priester nach Ihrer Ernennung nicht vom Vertrauensarzt der Kirche sterilisiert?Kenne einige Fälle mit Schwängerung der Pfarrköchinnen.Z.B.Im Waldviertel/Oesterreich,Altbischof in Solothurn/Schweiz,Bayrische Wald,etc.Habe nicht gegen sexuelle Betätigung der Priester ,aber bitte ohne Folgen.Sterilisation =100% sicher beim Vertrauenarzt der Kirche.

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