Heia Safari, am Arsch!

safariZu meiner Person: Ich bin konvertierte Macianerin, verständig und lustvoll experimentell mit EDV groß geworden, habe keinerlei kreischweibische Berührungsängste mit moderner Kommunikationstechnik jedweder Couleur und konnte schon so manchen Techniker in die Tasche stecken, wenn es um die fachkundige Begutachtung der Eingeweide all jener Rechner ging, die ich schon hatte. Ich will jetzt also nichts von wegen Pussy oder Mädchen oder Prinzessin Lilllifeee oder „Heul doch!“ hören, wenn ich mich über den Browser „Safari“ (Version 5.1.7) beschwere! Alles klar? Na hoffentlich!

Privacy is no Policy

Es muss nicht gleich jeder *ZENSUR* wissen, warum ich mich wie lange auf welchen Seiten im Internet rumtreibe. Zwar kennt man mich gewiss nicht auf ehrenrührigen Pornoseiten (wo sollten die für anspruchsvolle Ladies auch beheimatet sein?), aber es ist auch nicht in meinem Interesse, der Welt mitzuteilen, welches Browsergame ich gerade am Start habe, oder wo ich im Internet zu nachtschlafener Zeit meinen ganz legalen wachen Wissenshunger stille. Kurzum: Ich schätze beim Surfen meine komplett geschützte und nicht zur Disposition stehende Privatsphäre. Oder zumindest würde ich das sehr gerne. Leider lädt „Safari“ aber trotzdem jede Menge Spanner ein, ganz egal, wie hoch ich die Sicherheitshürden auch schraube. Und da könnte ich glatt aus der Haut fahren!

Das uncoolste Cookiemonster aller Zeiten

Ich habe das „private Surfen“ aktiviert (warum kann ich das eigentlich nicht als Grundeinstellung verankern, sondern muss das bei jeder Sitzung neu anfordern???) und die Backstube für die Kekse auf das leider nicht zu umgehende Mindestmaß reduziert. Ich habe an allen mir zur Verfügung stehenden Ecken und Enden klar und deutlich verfügt, dass ich weder belästigt noch bespitzelt zu werden wünsche, und dass mein MiniMac kein Selbstbedienungsladen für Blutegel ist. Mit meinen scharf geschalteten Sicherheitseinstellungen (inklusive Firewall und Virusabwehr) operiere ich hart am Limit der eigenen Online-Aktionsfähigkeit. Trotzdem (!!!) muss ich nur ein klitzekleines Bisschen im Internet spazieren gehen, sagen wir mal, zwei bis drei Klicks zu echt harmlosen Adressen, um gleich ein ganzes Geschwader von Geheimpolizisten an der Hacke zu haben. Himmelarschundwolkenbruchsackzementnocheins! Ich hab Euch *ZENSUR* nicht zum Mitfahren eingeladen! Was muss ich eigentlich noch alles machen, damit dieses dämliche „Safari“ nicht noch ausposaunt, dass ich nackt ein Bad im Licht des Vollmondes nehme, obwohl das gar nicht stimmt?

Ich hab die Schnauze echt gestrichen voll. Ist vielleicht irgend jemand hier, der mir verraten mag, wie ich wenigstens ein bisschen mehr Anonymität beim Surfen auf geraden Wegen erleben kann? Ich habe keine kriminellen Absichten. Auch gehöre ich nicht zu jenen, die sich auf krummen Touren Furz und Feuerstein aus dem Internet ergaunern. Ich will einfach nur nicht pausenlos McKilroy im Genick sitzen haben, wenn ich mal mit meiner Maus gepflegt um die Häuser ziehe.

– Milla Münchhausen –

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