Indische GVK BIO fälscht Pharmastudien

Medikamente müssen manchmal sein, wenn der Körper beim Gesunden nachhaltig unterstützt werden soll. Darum ist es für uns alle buchstäblich lebenswichtig, dass Pillen & Co. zuverlässig, sicher und wirksam sind. Und um dies zu gewährleisten, müssen ungezählte klinische und pharmakologische Studien die Effizienz und das Heilungspotenzial von Arzneimitteln gewissenhaft austesten. Das ist natürlich ein satter Kostenfaktor für die Pharmazeutische Industrie, der durch Auftragsvergaben ins günstiger arbeitende Ausland kontrolliert werden soll. Allerdings kann dieser preiswert anmutende Schuss ganz derbe nach hinten losgehen, wenn das beauftragte Labor die erforderlichen Daten frech fälscht, statt sie tatsächlich zu erheben. Und wer muss dann die bittere bis tödliche Pille schlucken? Natürlich der gelackmeierte Patient!

Die

Indische GVK BIO

stellt sich gerne in ihren Hochglanzpräsentationen als hypermodernes Unternehmen vor, das mit fortschrittlicher Spitzentechnologie vertrauenswürdige Daten sammelt:

GVK BIO Corporate Profile

Tatsächlich aber hat man in dieser indischen Schummelwerkstatt lediglich den schnellen Profit vor Augen, der mit all jenen Europäern leicht zu machen ist, die gerne auch schon mal am falschen Ende sparen. Das Ergebnis von „Gierschlund trifft Raffzahn“ sind dann dreist manipulierte bis sorglos frei erfundene „Studienergebnisse“, mit deren Vorlage ein zu prüfendes Medikament offiziell freigegeben wird, damit es fortan auf dem heimischen Markt Geld in die Kassen der Pharmaindustrie spülen darf. Ob jemand durch diese billigend in Kauf genommene Körperverletzung zu Schaden kommt, juckt die Inder nicht. Skandalös!

Arzneimittel-Studien: Ergebnisse gefälscht
Vielen auch in Deutschland verkauften Medikamenten droht ein Wideruf der Zulassung

In dem Artikel heißt es (Zitat):

Bei Zulassungs-Studien für Generika-Arzneimittel haben europäische Behörden Fälschungen aufgedeckt. Eine von vielen großen Pharmakonzernen beauftragte Firma hat offenbar EKG-Daten frei erfunden und möglicherweise noch andere Daten systematisch gefälscht. Zurzeit wird geprüft, ob Zulassungen für die betroffenen Medikamente wiederrufen werden müssen, darunter sind auch auf dem deutschen Markt verkaufte Mittel.

Welche Präparate könnten betroffen sein?

Nach aktueller Informationslage ist Vorsicht geboten bei „Hexal„, insbesondere bei Präparaten mit dem Antiallergikum Fexofenadin“. Und auch der Hersteller „Betapharm“ ist mit zweien seiner Präparate von den indischen Datenfälschungen betroffen. Welche bislang unbenannten Mittel sonst noch den trügerischen indischen Freibrief erhalten haben, werden weitergehende Ermittlungen zu klären haben.

Auf jeden Fall ist derzeit kritische Wachsamkeit geboten, wenn es um Arzneimittel mit „Indischem Gütesiegel“ geht. Da sollte man lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Arzt oder Apotheker zu den riesigen Nebenwirkungen befragen, und sich auch sonst auf dem Laufenden halten.

– Carina Collany –

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4 Antworten

  1. Helmut sagt:

    Zu diesem speziellen Thema sehr empfehlenswert:

    1) Indische Firma: Zulassungsstudien systematisch gefälscht
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=55461

    sowie

    2) Immer mehr Studien in Billigländern
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?type=0&id=46109

    Es ist wirklich zutiefst verwerflich, wie eiskalt und gewissenlos hier Kasse auf Kosten leidender Menschen gemacht wird!

  2. Anonymous sagt:

    Es könnten viele deutsche Berbraucher betroffen sein:

    http://www.tagesschau.de/inland/verkaufsstopp-medikamente-101.html
    „Eine indische Firma hat mutmaßlich Ergebnisse von Pharma-Studien gefälscht. Betroffen sind etliche Medikamente. Die Behörden überprüfen mehr als 100 Zulassungen allein auf dem deutschen Markt.“

    Aus Indien kommt irgendwie nix Gutes 👿

  3. Friedrich sagt:

    Etwa 1250 Medikamente müssen neu aufgerollt werden.
    In Deutschland betrifft das 176 Präparate
    von 28 Herstellern.
    Noch.
    http://www.n-tv.de/panorama/176-Zulassungen-sind-auf-dem-Pruefstand-article14104621.html

    Und die aalglatten Inder weisen jede Schuld von sich …

  4. Helmut sagt:

    Inzwischen sind wegen dieser Sache 80 Generika in Deutschland behördlich verboten worden:

    http://www.n-tv.de/panorama/Behoerde-verbietet-80-Generika-in-Deutschland-article14125001.html

    Wer wissen will, ob das eigene Medikament betroffen sein könnte, sollte sich diese Liste hier mal genau ansehen:

    http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Risikoinformationen/RisikoBewVerf/g-l/gvk-bioscience-liste-am.pdf?__blob=publicationFile&v=1

    Wirklich gruselig!

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