Selbst gemachte Kräuteröle fangen den Sommer ein

Jetzt kommt die Zeit, in der frische Kräuter im heimischen Garten und in der heimischen Wildnis sich anschicken, in vollem Saft und in voller Kraft zu stehen. Da duftet es betörend und verführerisch nach herrlich aromatischen Pflanzen, die den Sommer bedeuten. Wäre es nicht wunderbar, wenn sich diese himmlisch herbalen Düfte sowohl konservieren als auch für die gesunde Küche nutzbar machen ließen? Zum Glück ist das gar nicht schwer.

Wenn also auch Sie Lust darauf haben, in den traumhaften Gerüchen des Sommers über die Hoch-Zeit der kräftigen Kräuter hinaus zu schwelgen, dann warten jetzt und hier drei leichte Rezepte auf Sie.

Selbst gemachtes Rosmarin-Öl

Sie brauchen

  • Drei bildschöne üppige Rosmarin-Zweige
  • Kaltgepresstes hochwertiges Olivenöl
  • Eine ansprechende Glasflasche mit einer Füllmenge von einem Liter

Waschen Sie die Rosmarin-Zweige sorgfältig und lassen Sie diese anschließend mindestens einen Tag lang trocknen. Es darf sich kein Wasser mehr daran befinden, wenn Sie ans „Einmachen“ gehen 😉
Sind die Rosmarin-Zweige durchgetrocknet, dann schieben Sie diese am Stück in die Glasflasche hinein. Dieses Kunstwerk wird dann mit dem Olivenöl aufgegossen. Gut zuschrauben und an einem dunklen Platz (jedenfalls aber bestens lichtgeschützt) wenigstens eine Woche durchziehen lassen. Dann kann das fertige Rosmarin-Öl beispielsweise an Lammfleisch zu kulinarischen Genüssen der Spitzenklasse beitragen.

Selbst gemachtes Estragon-Öl

Sie brauchen

  • Einen frischen Bund Estragon
  • Ganze Senfkörner
  • Kaltgepresstes hochwertiges Rapsöl
  • Eine ansprechende Glasflasche mit einer Füllmenge von einem Liter

Rupfen Sie die Estragon-Blätter von den Stielen ab, waschen Sie die Blätter sorgfältig und lassen Sie diese dann anschließend mindestens einen Tag lang gründlich trocknen. Dann kommen die Blätter zusammen mit drei Teelöffeln von den Senfkörnern in die Glasflasche. Anschließend alles mit dem Rapsöl aufgießen und, gut verschlossen, an einem dunklen Ort (oder lichtdicht verhüllt) mindestens zwei Wochen ziehen lassen. Dieses Estragon-Ö macht aus allen Gerichten mit Geflügel- oder Schweinefleisch sternekochverdächtige Gaumenfreuden.

Selbst gemachtes Salbei-Öl

Sie brauchen

  • 100 Gramm frische Salbeiblätter
  • Sonnenblumenöl
  • Eine ansprechende Glasflasche mit einer Füllmenge von einem Liter

Die Salbeiblätter gründlich waschen und anschließend wenigstens einen Tag trocknen lassen. Dann die Blätter in die Glasflasche geben und mit dem Sonnenblumenöl auffüllen. Diese Komposition muss jetzt wenigstens zwei Wochen lang, vor jeglicher Lichteinwirkung geschützt, durchziehen. Dann dürfen insbesondere Nudel- und Gemüsegerichte durch das gute Öl auf eine enorme geschmackliche Aufwertung hoffen.

Übrigens …

Salbei-Öl hat sich außerhalb der Küche als wirksame „Erste Hilfe“ bei fiesen Halsschmerzen gut bewährt. Wenn es im Hals zwickt und kratzt, einfach mal zwei Esslöffel Salbei-Öl in den Mund nehmen und ausgiebig (nach Art des Öl-Kauens) damit spülen und gurgeln. Anschließend unbedingt ausspucken (bitte das durchgekaute Salbei-Öl keinesfalls runterschlucken!!!) und bei Bedarf wiederholen.

Auch das noch 😉

Selbst gemachte Kräuteröle in ansprechenden Glasflaschen sind super Geschenke, über die sich wirklich jeder freut. Und das zu jeder Jahreszeit 🙂

– Carina Collany –

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Eine Antwort

  1. sarina ganther sagt:

    Nur zur Info ;Rosmarin und Petersilewurzel wurden nicht nur im Mittelalter zur Verhütung bzw, Abtreibung verwendet.Z.B.Frauenhaus Nördlingen,Rothenburg ob der Tauber (Bordell).Darum von Schwangeren mit Vorsicht zu geniessen.

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