Onlineredakteure sind keine Raketenwissenschaftler

Onlineredakteure sollten der deutschen Sprache in Wort und Schrift möglichst mächtig sein. Denn immerhin sollen Onlineredakteure Interessantes, Wissenswertes und Wichtiges gut verständlich präsentieren und vermitteln. Und die meisten seriösen und gut ausgebildeten Vertreter dieser Zunft kommen dem ihnen gegebenen Auftrag zur fehlerfreien Öffentlichkeitsarbeit auch in bester Weise nach. Aber leider eben längst nicht alle. Tatsächlich gibt es Onlineredakteure, die selbst dem wohlwollendsten Leser die Haare büschelweise zu Berge stehen lassen.

Onlineredakteure – ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte

Selbstverständlich erwarte ich vom Webportal GMX nicht, dass dort Onlineredakteute beschäftigt sind, die ernsthaft als Anwärter für den Pulitzer-Preis in Frage kommen. Doch wenn sich ein großes und namhaftes Unternehmen schon als Onlinemagazin versucht, dann doch bitte ohne solche geschmacklosen Patzer wie diesen hier:

Onlineredakteure (Screenshot)

Onlineredakteure (Screenshot)

Dieses Bildschirmfoto wurde am 09.01.2021 um 13.17 Uhr geschossen. Und es ist ein Zeugnis journalistischer Unfähigkeit, das sprachlos macht.

Hey, Yeah, Yippieh, das wird ein geiler Sommer, die Toten werden immer mehr! Hurra! Weiter so, mehr davon! Läuft bei uns!

Wie wenig Sprachverständnis und wie viel verbale Inkompetenz kann man eigentlich haben?

Deutsch ungenügend, so weit das Leserauge reicht

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass sich Mitternachtsschreiberlinge nicht nur bei GMX tummeln. Auch auf anderen journalistisch angehauchten Seiten im Internet stellen ambitionierte Sprachanfänger ihren linguistischen Dilettantismus nebst fröhlicher Dummdreistigkeit schamlos zur Schau. Da spielt es auch keine Rolle, ob wir uns mit einer angesehenen überregionalen Tageszeitung oder mit einer bäckerblumigen Lokalpostille beschäftigen. Überall springen dem verärgerten Leser Fehler jedweder Art ins Auge. Mal ehrlich: Muss das wirklich sein, das Leute, die immerhin fürs Schreiben bezahlt werden, solch einen gequirlten Bockmist abliefern? Ich persönlich empfinde das als durchaus respektlos.

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Sehen Sie über diese Stümpereien gnädig hinweg? Oder fragen auch Sie sich, wo es noch hinführen soll, wenn noch nicht mal mehr Journalisten ihre Sprache und damit ihr Handwerkszeug beherrschen?

– Milla Münchhausen –

Print Friendly, PDF & Email

Das könnte dich auch interessieren …

Eine Antwort

  1. 2. Februar 2021

    […] nur ein weiterer schlagender Beweis für die Inkompetenz fröhlich vor sich hinstümpernder Onlineredakteure? Es ist zu befürchten, das Letzteres der Fall ist. Bitte sehen Sie […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Anti-Spam durch WP-SpamShield

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Internetseiten der deppe solutions verwenden Cookies. Cookies sind Textdateien, welche über einen Internetbrowser auf einem Computersystem abgelegt und gespeichert werden. Zahlreiche Internetseiten und Server verwenden Cookies. Viele Cookies enthalten eine sogenannte Cookie-ID. Eine Cookie-ID ist eine eindeutige Kennung des Cookies. Sie besteht aus einer Zeichenfolge, durch welche Internetseiten und Server dem konkreten Internetbrowser zugeordnet werden können, in dem das Cookie gespeichert wurde. Dies ermöglicht es den besuchten Internetseiten und Servern, den individuellen Browser der betroffenen Person von anderen Internetbrowsern, die andere Cookies enthalten, zu unterscheiden. Ein bestimmter Internetbrowser kann über die eindeutige Cookie-ID wiedererkannt und identifiziert werden. Durch den Einsatz von Cookies kann die deppe solutions den Nutzern dieser Internetseite nutzerfreundlichere Services bereitstellen, die ohne die Cookie-Setzung nicht möglich wären. Mittels eines Cookies können die Informationen und Angebote auf unserer Internetseite im Sinne des Benutzers optimiert werden. Cookies ermöglichen uns, wie bereits erwähnt, die Benutzer unserer Internetseite wiederzuerkennen. Zweck dieser Wiedererkennung ist es, den Nutzern die Verwendung unserer Internetseite zu erleichtern. Der Benutzer einer Internetseite, die Cookies verwendet, muss beispielsweise nicht bei jedem Besuch der Internetseite erneut seine Zugangsdaten eingeben, weil dies von der Internetseite und dem auf dem Computersystem des Benutzers abgelegten Cookie übernommen wird. Ein weiteres Beispiel ist das Cookie eines Warenkorbes im Online-Shop. Der Online-Shop merkt sich die Artikel, die ein Kunde in den virtuellen Warenkorb gelegt hat, über ein Cookie. Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Ferner können bereits gesetzte Cookies jederzeit über einen Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden. Dies ist in allen gängigen Internetbrowsern möglich. Deaktiviert die betroffene Person die Setzung von Cookies in dem genutzten Internetbrowser, sind unter Umständen nicht alle Funktionen unserer Internetseite vollumfänglich nutzbar.

Schließen