SMS – Schluss mit Selbstfahren

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Corvette unter dem Hintern. Starkes Gefühl, nicht wahr? Der satte Sound dröhnt wonnig in den Ohren, die Beschleunigung ist atemberaubend, und der blanke unverhohlene Sex dieser anbetungswürdigen Hammerkarre ist unwiderstehlich.

Sie donnern testosteronglühend daher, mit freier Fahrt für freie Bürger 😎 und müssen auf einmal mit größter Not und in höchster Verzweiflung feststellen, dass die Bremsen in dieser Rakete nicht mehr das machen, was Sie wollen. Da kann sich die Gier nach Tempo mit Lichtgeschwindigkeit ins nackte Grauen wandeln. Doch was ist passiert? Ihre Corvette hat eine SMS bekommen. Und die übernimmt ab jetzt Bremsen und Scheibenwischer. Sie selbst können ab jetzt nur noch zugucken und beten, falls Sie meinen, dass das was hilft.

Die Blackbox macht’s möglich

Wie in dem Artikel „Manipulation der Black Box: Bremsen einer Corvette per SMS gehackt“ nachgelesen werden kann, ist neben der bordeigenen Software hochgezüchteter Boliden auch die nachträglich eingebaute Black Box ein willfähriges Ziel böswilliger Hacker. Die Black Box, die eigentlich gefahrene Geschwindigkeiten und allgemeines Fahrverhalten zum Auslesen bereitstellen soll (etwa für Versicherungen oder für Fahrzeugflotten-Betreiber), wird dann von den Gangstern einfach per SMS angefunkt, und nimmt anschließend diverse Kommandos mit oberster Priorität entgegen.

Das ist ganz offensichtlich die Kehrseite von K.I.T.T. 🙄

Wen es da nicht vor der automatisierten automotiven Zukunft graust …

– Milla Münchhausen –

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