Amazon Abzocke vom Allerfrechsten

Foto: picsforjoo.de

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Im Supermarkt Ihres Vertrauens sind Sie für die Posten auf Ihrer Einkaufsliste verlässliche Festpreise gewohnt. Natürlich kann das eine oder andere mal irgendwann ein paar Cent billiger oder teurer werden, so wie es eben normal ist. Aber wie würden Sie das finden, wenn Ihr Supermarkt seine Preise im Schweinsgalopp sehr engmaschig an den Wochentag, an die Tageszeit, an das durchschnittliche Konsumentenverhalten und womöglich noch an den Wert Ihres fahrbaren Untersatzes anpassen würde? Was würden Sie davon halten, wenn die Preise der Waren so schnell und so stark schwanken würden, dass beispielsweise von jetzt auf gleich ein Liter Milch von 65 Cent auf 1,99 Euro klettern würde? Wahrscheinlich würden Sie dann sofort empört und entrüstet auf die Hinterbeine gehen und sich ganz zu Recht fragen, ob der wankelmütige Supermarktsleiter noch alle Latten am Zaun hätte 😯

Ganz genau so geht es derzeit bei Amazon zu

Falls Sie ein Konto bei Amazon haben und dort Kunde sind, dürfte dieser Beitrag hier für Sie von außerordentlichem Interesse sein:

Dynamic Pricing Studie: Amazon lässt Preise massiv schwanken

In dem Artikel heißt es unter anderem (Zitat):

Eben kostete die Kamera bei Amazon noch 700 Euro und dann plötzlich 1.686 Euro (…) Die Preise bei Amazon für einzelne Produkte schwanken teils extrem binnen weniger Stunden. Das geht aus einer Studie der Preismonitoring-Spezialisten von Minderest hervor.

Hinter diesem durch einen Algorithmus gesteuerten Preisgehickhack, dem so genannten Dynamic Pricing, steht selbstverständlich die deutlich merkantile Absicht der Gewinnspannen-Maximierung. Oder anders gesagt: Wenn die Kunden erfahrungsgemäß bereit sind, kurz vor einem geschenkelastigen Feiertag oder grundsätzlich zur besten Tagesgeschäftszeit für ein Produkt deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, dann muss das auch gnadenlos durch eine dreist und massiv angepasste Preispolitik ausgenützt werden 🙄

So eine kaltblütig und kackfrech abzockende Preisgestaltung

toleriere ich weder, noch unterstütze ich sie. An mir wird Amazon jedenfalls in Zukunft nichts mehr verdienen. Auch nicht ab Mitternacht 😡 Es gibt auch noch andere Onlinehändler, die ihre Preise nicht stündlich nach dem Stand der Sonne oder nach den Gezeiten schwanken lassen. Als Kunde kann ich mir immer noch, und mehr denn je, kritisch und bewusst aussuchen, wem ich mein gutes Geld rüberschiebe. Und da wird meine Wahl künftig andernorts hinfallen 😈

– Milla Münchhausen –

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Eine Antwort

  1. J. J. Kater sagt:

    Amazon hat in der Vergangenheit meine Schmerzgrenze schon häufiger angekratzt. Diese heutige Information hat mich jedoch endgültig dazu bewogen, meine beiden Accounts, geschäftlich und privat, auf der Stelle zu kündigen. Und das trotz langjähriger Mitgliedchaft, in der schon so einige ordentliche Summen zusammengekommen sind. Die Reaktionen seitens Amazon waren heruntergerotzte Formschreiben. Keinerlei Nachfrage oder persönliche Ansprache. Servicewüste Deutschland eben. Der Laden wird wegen mir sicher nicht Pleite gehen und es wird ihm auch völlig egal sein.

    Ich werde mich jetzt wieder vermehrt dem klassischen Einzelhandel mit seinen Filialen zuwenden. Und wenn mal etwas nicht auf Lager ist, warte ich auch gerne ein paar Tage. Bislang wurden dortige Bestellungen zumeist persönlich und dankbar aufgenommen.

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