So nötig wie die Eier vom Papst

Da katholische Geistliche im Allgemeinen und der Papst im Besonderen zölibatär leben, sind männliche Keimdrüsen an ihnen flüssiger als flüssig, nämlich überflüssig. Darum sagt man auch, etwas sei so nötig wie die Eier vom Papst, wenn man damit ausdrücken will, dass besagtes Etwas weder Sinn noch Zweck hat und insoweit jeglicher Daseinsberechtigung entbehrt. Doch nicht nur die Eier vom Papst sind extremst entbehrlich – auch auf dessen

Papst: prähistorische Ansichten zum Thema sexuelle Orientierung

Der Papst im Bannkreis des Regenbogens

Der Papst im Bannkreis des Regenbogens

können denkende und selbstbestimmte Menschen komplett verzichten. Denn inzwischen sollte wirklich jedem halbwegs vernunftbegabten Homo sapiens glasklar sein, dass Homosexualität zu den völlig normalen und von der Evolution absichtsvoll hervorgebrachten Variationen sexueller Ausrichtungen gehört. Was bildet sich dieser Papst, der das Schlagen von Kindern als pädagogische Maßnahme billigt, und unter dessen weißem Deckmäntelchen der sexuelle Missbrauch junger und jüngster Menschen die widerwärtigsten Blüten treibt, eigentlich ein? Was maßt er sich selbstherrlich an, wenn er empfiehlt, eventuell schwule oder lesbische Kinder in die Psychiatrie einzuweisen, damit ihnen dort geholfen werden könne? Wofür hält sich dieser Hochstapler, wenn er die Wohltaten psychiatrischer Behandlungen, insbesondere im noch zarten Kindesalter, rechtschaffenen und verantwortungsvollen Eltern als vorbeugende und heilende Maßnahme gegen Homosexualität anpreist? Auf der einen Seite kann selbst dieser selbstherrliche Schwätzer nicht leugnen, dass Homosexualität schon immer da war, da ist und da sein wird. Auf der anderen Seite jedoch lässt er maximal bigott durchblicken, dass „solchen Tendenzen“ energisch entgegengetreten werden muss. Wahlweise durch Gebete oder durch Gehirnwäsche. Hauptsache, der erotisch abtrünnige Nachwuchs kann wieder geschlechtlich korrekt eingenordet werden.

Herr Papst, auf ein Wort!

Es genügt nicht, für schwersten Kindesmissbrauch, der jahrelang gedeckt und geduldet wurde, kniefallend um Verzeihung zu bitten. Ebensowenig ist es ausreichend, zähneknirschend zuzugeben, dass auch Homosexuelle halt doch schon irgendwie auf eine sehr spezielle Art so etwas Ähnliches wie Menschen sind, denen man die Daseinsberechtigung nicht verweigern sollte, sofern man sie noch rechtzeitig gerade biegen kann. Und schon gar nicht genügt es, irgend welchen Verbrechern publikumswirksam die Füße zu waschen. Wenn Sie, Herr Papst, wirklich und wahrhaftig der Stellvertreter Gottes auf Erden sein wollen, dann benehmen Sie sich gefälligst auch entsprechend. Jagen Sie sämtliche Pharisäer (heuchlerische selbstgerechte Menschen mit Doppelmoral) aus dem Tempel! Und laufen Sie am besten gleich mit davon. Denn wenn wir hier und heute etwas ganz sicher nicht brauchen können, dann sind es die kruden Klauseln einer wirren Wüstenreligion, die in demagogischer Manier die Ausgrenzung und Verunglimpfung bestimmter Menschengruppen propagiert.

– Milla Münchhausen –

Beitragsbild: Nacho Arteaga auf unsplash

Nacho Arteaga

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2 Antworten

  1. Katholenketzer sagt:

    Unfassbar!!!
    O-Ton Papst:
    „Es ist wahr, dass unsere Schwächen, unsere spirituellen Sünden uns dazu führen, Sexualität außerhalb dieses sehr schönen Weges, der Liebe zwischen Mann und Frau, zu benutzen.“
    Quelle:
    https://www.n-tv.de/panorama/Papst-erklaert-jungen-Franzosen-die-Liebe-article20631354.html
    Da fällt mir nichts mehr ein. Jedenfalls nichts, was ich hier öfffentlich sagen würde…

  2. Anonymous sagt:

    Schwule und Lesben sind Pfui Bäh, aber kleine Buben vergewaltigen, das geht wohl in Gottes Namen voll in Ordnung:

    „Zwischen 1946 und 2014 sollen insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben … 4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren demnach mutmaßlich Missbrauchstäter. Mehr als jedes zweite Opfer sei höchstens 13 Jahre alt gewesen, in jedem sechsten Fall sei es zu Formen der Vergewaltigung gekommen. Demnach war der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der Kirche in der Vergangenheit weit verbreitet – und ist auch heute keinesfalls überwunden.“

    Zitiert aus (Quellenangabe):
    https://www.n-tv.de/panorama/Missbrauchsstudie-laesst-Fragen-offen-article20639373.html

    Da kann man doch nur noch wannenweise göbeln 🙁 ich darf gar nicht dran denken, dass diese soutanierten Sexualverbrecher von unser aller Kirchensteuern ein komfortables Leben finanziert kriegen 🙁

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