Apfelschalen sind viel zu schade zum Wegwerfen

Apfelschalen

Apfelschalen

Wenn ich „Hausmacher Apfelkompott“ zubereite, fallen immer auch sehr viele Apfelschalen an. Bislang habe ich diese Apfelschalen an die extrem dankbaren (und extrem süßen) Meerschweinchen meiner tierlieben Nachbarin verfüttert. Doch seit meinem Umzug gibt es in meiner näheren Umgebung für Apfelschalen leider keine Abnehmer mehr. Einfach so in die Biotonne werfen wollte ich die lecker und appetitlich duftenden Rückstände der aromatischen Äpfel allerdings auch nicht. Zumal man ja den Apfelschalen nachsagt, dass sie, ernährungswissenschaftlich gesehen, das Allerbeste am Apfel wären. Was also tun? Einmal mehr liegt das Gute so nah.

Frischer Apfeltee aus frischen Apfelschalen

Man nehme reichlich frische Apfelschalen. Wie viele, das kommt auf das Fassungsvermögen der Teekanne an. Ich mache meine 1,25l Kanne immer gut zur Hälfte mit den Schalen voll. Diesen werden anschließend mit sprudelnd kochendem Wasser übergossen. Dann lasse ich das Ganze mit geschlossenem Deckel wenigstens eine Stunde ziehen. Erstens, weil das kochende Wasser nach einer Stunde so weit runtergekühlt ist, dass ich mir an dem Tee nicht mehr den Schnabel verbrenne. Und zweitens, weil der Tee umso aromatischer wird, je mehr Ziehzeit man ihm lässt. Sie können das ganze auch so lange ziehend stehen lassen, bis der Tee komplett kalt ist. Dann können Sie sich einen herrlich frischen Apfel-Eistee daraus zaubern. Der fruchtigen Phantasie sind mit diesem köstlichen Gebräu keine Grenzen gesetzt.

Nach dem Tee ist vor dem Salat

Sogar die leergezogenen Apfelschalen machen sich in einer abwechslungsreichen und gegen Verschwendung gerichteten Küche noch schmackhaft nützlich. Denn das, was man nach der Teezubereitung aus der Kanne fischt, hat noch einen angenehmen Biss und immer noch einen hauchzart fruchtig dezenten Apfelgeschmack. Dadurch eignen sich diese „Teereste“, sobald sie restlos ausgekühlt sind, ganz hervorragend als kreative Zutat in einem frischen grünen Salat. Weil die Apfelschalen optisch nach ihrem stundenlangen Bad im kochenden Wasser nicht mehr sofort als solche zu erkennen sind, werden Sie bestimmt oft danach gefragt werden, was denn das da Leckeres im Salat sein könnte. Jetzt können Sie entweder hemmungslos flunkern – oder das kulinarische Geheimnis freimütig preisgeben. Je nachdem, wer Sie fragt.

– Carina Collany –

Beitragsbild / Symbolfoto: Trac Vu

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Eine Antwort

  1. Antje sagt:

    Gefällt mir. Werde ich definitiv ausprobieren! Danke für den Tipp! Liebe Grüße aus der Nachbarschaft
    Antje 🙂

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