Blutzuckerwerte schonend scannen ohne Stich

Blutzuckerwerte

Blutzuckerwerte

Viele Diabetiker kennen die „stichhaltige“ Prozedur, mit der die aktuellen Blutzuckerwerte ermittelt werden müssen, aus eigener leidvoller Erfahrung. Manche Betroffene müssen sich sogar mehrmals am Tag schmerzhaft in die Finger stechen, um für das Feststellen der Blutzuckerwerte einen Tropfen des roten Lebenssaftes zu gewinnen. Da dürfte so mancher Diabetiker schon eine entsprechende Hornhaut auf seinen geschundenen Fingerkuppen ausgebildet haben. Das ist natürlich außerordentlich unangenehm, doch wie soll man denn sonst eine verlässliche Messung der Blutzuckerwerte vornehmen? Auf diese Frage liefert jetzt das „FreeStyle Libre Messsystem“ eine erfreulich unblutige und erstaunlich komfortable Antwort. Darauf dürften alle Menschen sehnlichst gewartet haben, die es herzlich leid sind, sich selbst Tag für Tag fies pieksen zu müssen, bis das benötigte Blut fließt. Und wie funktioniert diese entlastende Innovation?

Blutzuckerwerte per Sensor ins Lesegerät schicken

Zunächst muss sich der Patient den Sensor in die Haut einsetzen. Am besten hat sich dafür die Außenseite des Oberarms bewährt. Die Prozedur ist unkompliziert und wird von der überwiegenden Mehrheit der Anwender als schmerzlos erlebt. Ist der Sensor erst einmal fest platziert, haben die dabei unter die Haut gegangenen Filamente permanenten Zugriff auf das zur Messung der Blutzuckerwerte benötigte Blut. Dadurch kann der Sensor praktisch pausenlos die gewünschten Daten erheben, welche bequem und berührungsfrei mit dem Lesegerät, also dem Scanner, abgerufen werden können. Solcherart ausgestattet kann der Nutzer des FreeStyle Libre Messsystems seine Blutzuckerwerte immer, überall und vor allem dezent und unauffällig ablesen. Selbstverständlich dank intelligenter Hintergrundbeleuchtung im Display auch im Dunkel der Nacht. So viel medizintechnischen Komfort wissen sowohl die malträtierten Fingerkuppen als auch ihre zuckerkranken Eigentümer mit Sicherheit zu schätzen. Darum hat sich sogar die eine oder andere Krankenkasse bereits dazu durchringen können, die Kosten für dieses Gerätesystem zu übernehmen.

Ist so eine Blutzuckerwerte Messstation im Oberarm nicht sehr störend im Alltag?

Wie so vieles ist auch das eine Sache der Gewöhnung. Allerdings fällt die Gewöhnung hier nicht schwer, denn der Sensor ist klein, leicht und selbstverständlich auch wasserdicht. Im normalen Alltagsgeschäft (und natürlich auch unter der Dusche oder auf dem Sportplatz) fällt das kompakte unauffällige Etwas am Oberarm kaum auf. Der praktische Gewinn ist dagegen enorm. Und auch der Zusatznutzen kann sich sehen lassen: Mit Hilfe der nun sehr engmaschig möglichen Kontrolle der Blutzuckerwerte können auftretende Schwankungen wesentlich besser registriert, verstanden und behandelt werden. Das eröffnet sowohl für den behandelnden Diabetologen als auch für den eigenverantwortlich in die Therapie eingebundenen Patienten ganz neue diagnostische Möglichkeiten. Diese Chance sollte sich kein Diabetiker entgehen lassen.

– Carina Collany –

 

P.S.:
Das hier einmal mehr demonstrierte Interesse für die Thematik der Blutzuckerwerte rührt daher, dass im Bekanntenkreis des WUNDERBLOG Teams einige Personen direkt selbst von der Diagnose Diabetes betroffen sind. Darum erscheinen auch bei der WUNDERBLOG-Mutter Onlinetexte.com immer mal wieder Lizenztexte oder Unique Content Texte zum Thema. Sollten Sie einen Internetauftritt haben, für den Sie Onlinetexte aus diesem Themenkreis gebrauchen könnten, dann schauen Sie doch einfach mal bei Onlinetexte.com rein und lassen Sie sich von Herrn Daniel Deppe ein unverbindliches Angebot machen.

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1 Antwort

  1. Sebastian sagt:

    Ich sehe dieses „Wunder der Technik“ eher skeptisch. Für mich ist das nur ein weiterer Schritt in eine Gesellschaft, in der die totale Kontrolle und Überwachung immer mehr selbstverständlich wird und und der dem Deckmäntelchen von „Guttuerei“ gestellt wird.
    Ich bin selbst seit rund 10 Jahren Diabetiker und weiß daher um die „Stich-Problematik“. Vor allem weiß ich, dass es keine Problematik ist. Denn wer als Betroffener erst einmal eine gewisse Routine entwickelt hat (und das ist nach wenigen Wochen der Fall), lernt die betreffenden Körperstellen (beispielsweise Finger) bestens kennen. Vor allem lernt man ganz konkret, wo der Pieks eben nicht weh tut. Hornhaut durch die Einstiche lassen sich auch vermeiden, indem man auf eine Einstichhilfe vertraut und bei dieser die möglichst kleinste Einstichtiefe wählt. Ich piekse seit 10 Jahren 3-4x täglich und habe keinerlei Verschleiß zu verzeichnen. Im Übrigen müssen es nicht die Finger(kuppen) sein, der Handballen funktioniert ebenfalls ganz gut und kann im Wechsel zu den Fingern genutzt werden, um diesen mehr Zeit zur Regeneration zu geben.
    Aber zurück zum Thema Blutzuckersensor. Mir wollte man in meiner diabetologischen Praxis diese Neuerung auch schon aufschwatzen und ich habe konsequent Verneint. Nicht nur, dass der Sensor ständig seine Daten durch die Gegend „funkt“ und von jeden halbwegs talentierten Interessenten an meinen Daten aufgefangen werden kann. Die Daten werden nicht bedarfsweise (etwa zu einer Mahlzeit) abgenommen, sondern fortlaufend. Furchtbar praktisch, aber vor allem für Menschen und Maschinen, die an diese Daten herankommen. Anhand meines Blutzuckerverlaufs lässt sich nämlich ganz schnell ein mehr oder weniger gutes Psychogramm von mir erstellen, da sich aus den Werten meine Tagesstruktur rekonstruieren lässt. Und passend geschulte oder bezahlte Psychologen werden sehr genau wissen, wie jemand einzustufen ist, der erst morgens um 10 Uhr aufsteht und dann am liebsten Konfitüre oder Nuss-Nougat-Creme auf Weißbrot oder helle Brötchen isst (diese Sparte der Lebensmittel verrät der Blutzuckeranstieg sehr zuverlässig). Oder der generell gern spät zu Bett geht und aufgrund eventuell zu rasant fallender Blutzuckerwerte am Abend höchstwahrscheinlich einem mehr oder weniger hochprozentigem Schlummertrunk zuspricht.
    Ich bin überzeugt davon, dass die passenden Algorythmen zur Ermittlung solcher Psychgramme zumindest schon fertig programmiert in der Schublade liegen und im „Bedarfsfall“ ganz schnell eingesetzt werden können.
    Selbst wenn ich Gegenwart und Zukunft solcher Technologie viel zu dunkel gezeichnet haben sollte, so missfällt mir der Gedanke, dass mir Diabetologen und Diabetesberaterinnen (die nach eigener trauriger Erfahrung suchtähnlich jede Information aus Blutzucker und dessen Änderungen filtrieren wollen) meinen Tagesablauf nachskizzieren können. Ich möchte schlichtweg die Oberhand behalten über diese doch recht privaten Daten und Fakten meines Körpers. Punkt.

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