Mein Leben ohne Fratzenbuch

 

Fratzenbuch

Fratzenbuch

Facebook, oder zu Deutsch Fratzenbuch, ist ja derzeit in aller Munde. Der Herr Sackerbörg (englisch: Suckerburg, kommt von „to suck“ oder „this sucks„) hat ja auch nichts unversucht gelassen, um aus seinem ach so sozialen Fratzenbuch für sich selbst auch noch das allerletzte Bisschen Profit raus zu quetschen. Scheiß doch auf den doofen Datenschutz. Der wird in Anbetracht aller hirnlos mitteilungssüchtigen DAUs ja ohnehin überbewertet. Hauptsache, dieses aalglatt polierte und dreifach chemisch gereinigte soziopathische Jüngelchen schwimmt nur so im Geld. Und sollte das mit seiner Hilfe ins präsidiale Amt gepushte tumbe Trampeltier jetzt einen Weltkrieg vom Zaun brechen – na und? CNN und Konsorten haben gegen eine lukrative exklusive Berichterstattung ganz sicher nichts einzuwenden. Idiocracy lässt realsatirisch bittersüß grüßen.

Geht es nicht auch ohne Fratzenbuch?

Oh ja, das geht sehr wohl. Dazu zwei Beispiele:

  1. Sollte das Fratzenbuch demnächst sogar kostenpflichtig daherkommen, weil der Herr Sackerberg seinen krummen Hals nicht voll genug kriegen kann, dann gäbe es zumindest schon mal einen schlauen Erpel, der dann auch ganz gediegen auf das ganze Geraffel verzichten könnte.
  2. Unlängst fragte mich eine junge Kollegin, ob ich denn auch im Fratzenbuch vertreten wäre, weil sie mir dann eine Freundschaftsanfrage schicken könnte. Ich sagte wahrheitsgemäß, dass ich mit diesem dubiosen Gewese nichts am Hut habe, und bot der jungen und mir direkt gegenüber sitzenden Frau statt dessen mit offenen Armen und echtem Lächeln ganz analog und in Echtzeit unmittelbar meine Freundschaft an. Sie guckte erst arg verblüfft und musste dann genauso schallend lachen wie ich. Wir fielen uns gröhlend in die Arme. Seit dem sind wir ganz offiziell befreundet. Ganz direkt von Mensch zu Mensch, wie es bei einer Freundschaft ja eigentlich auch sein sollte. Und das komplett ohne Fratzenbuch Freundschaftsgeschwurbel.

Fratzenbuch Fazit

Es ist keine gute Idee, echte Freundschaften und wirkliche Kontakte von Mensch zu Mensch durch seelenlose Surrogate à la Fratzenbuch zu ersetzen. Was nutzen einem 1000 so genannte „Freunde“, wenn man in der echten Welt trotzdem immer nur einsam und allein ist? Was nutzen belanglose „Likes“ von belanglosen Leuten, die ihr belangloses Leben in der Virtualität verdrömmeln? Ich sage: Leute, geht vor die Tür und findet raus, wie das Leben wirklich ist. Und löscht Euren Facebook Account, bevor Ihr am Ende noch eine Freundschaftsanfrage von Mr. „President“ Tramp bekommt.

– Milla Münchhausen (100% facebook free) –

Beitragsbild: Momentmal auf Pixabay

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1 Antwort

  1. Inzwischen ist der feine Herr Sackerberg sogar beim Lügen erwischt worden. Dieser raffgierige Schmierlappen schämt sich wirklich für gar nichts:

    Link:
    https://www.n-tv.de/technik/Facebook-koennte-wohl-bei-Whatsapp-mitlesen-article20383421.html

    Überschrift:
    Ein Entwickler findet heraus, das Facebook trotz Verschlüsselung Whatsapp-Chats auslesen kann. Den Weg macht eine allzu freizügige Gruppenbildung in iOS frei.

    Zitat aus dem Beitrag:
    „(…) wolle aber darauf hinweisen, dass Mark Zuckerbergs Aussage bei der Anhörung vor dem Kongress nicht richtig gewesen sei. Zuckerberg hatte behauptet, Facebook könne Whatsapp-Inhalte nicht für Werbezwecke analysieren, da ‚alles verschlüsselt‘ sei.“

    Nie war ich so froh wie heute, dass ich für diese ganze Fratzenbibliothek keinen Bibliotheksausweis habe. Noch nicht mal eine Mitgliedskarte. Da könnte Herr Suckerburg meine Regimentsnummer allenfalls an meinem blanken Hintern ablesen.

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